Pop: Damit es nicht so bleibt, wie es ist …

Die junge österreichische Band Bilderbuch gilt aufgrund ihres raffinierten Humors und der professionellen, aber absolut unberechenbaren Machart ihrer Musik als Hoffnungsträgerin im Bereich des deutschsprachigen Pop. Die woxx hat sich mit dem Gitarristen Snacky Mike unterhalten.

Snacky Mike ist der Mann an den Saiten (Fotos: CC-BY Nicolas Schabram 2.0)

woxx: In Interviews behauptet Ihre Band immer wieder, dass Bilderbuch nicht den Sound einer Generation wiedergibt. Wie kommt das?


Snacky Mike: Wir haben nie versucht, auf eine Welle aufzuspringen, die lediglich zu einem bestimmten Zeitpunkt funktioniert. Es geht nicht darum, das Publikum nur für einen Moment zu befriedigen. Uns ist wichtig, Musik zu machen, die zeitlos ist und bleibt. mehr lesen / lire plus

Festival : La Kufa se rappelle

Des festivals meurent, des festivals naissent : Esch Calling ! Vol. 1 tente d’établir, voire de renouer avec la tradition du hardcore et du punk à la Kulturfabrik d’Esch.

ZSK, dans le business punk depuis plus de 20 ans, va servir de cerise sur le gâteau punk. (Photo : Chris Schwartz)

L’ancien abattoir de la route de Luxembourg a une image à défendre : celle d’avoir été le berceau de la scène hardcore et punk luxembourgeoise. À la fin des années 1980 et au début de la décennie suivante, l’immeuble squatté n’abritait en effet pas uniquement des artistes ou femmes et hommes de théâtre engagé-e-s, mais incubait aussi une scène naissante – sans laquelle le paysage musical luxembourgeois serait sans aucun doute moins riche. mehr lesen / lire plus

Eng Fra am lëtzebuergeschen Hip-Hop: „Dat sinn ech – ouni Filter“

Ënnert dem Kënschtlernumm 
Nicool bréngt d’Nicole Bausch als éischt Fra en Hip-Hop-Album „Den Ufank vum N“ op Lëtzebuergesch eraus. E Gespréich iwwert feministeschen Hip-Hop, Sprooch 
a „Féck Lëtzebuerg“.

D’Nicole Bausch studéiert Psychologie am Master zu Bréissel. Déi 23-Joer al Studentin wëll spéiderhin als Psychotherapeutin zu Lëtzebuerg schaffen. Hir Hip-Hop-Carrière ka si sech zur Zäit éischter als Hobby wéi als Haaptberuff virstellen. (Fotos: Liliana Francisco)

woxx: Déi lëtzebuergesch Hip-Hop-Zeen ass bis dato e Männerdomaine.Du bass mat eng vun den éischte Fraen, déi hei am Land en Hip-Hop-Album verëffentlecht. Setzt du domadder e feministescht Statement?


Nicole Bausch: Ech hunn an éischter Linn net aus feministesche Grënn mat der Musek ugefaangen. mehr lesen / lire plus

OPL et Gustavo Gimeno : Rossini

Septième CD de l’Orchestre philharmonique du Luxembourg sous la baguette de Gustavo Gimeno pour le label Pentatone, la « Petite Messe solennelle » de Gioachino Rossini vient de sortir. Compte rendu d’écoute.

Si le « Requiem » de Verdi comporte des accents opératiques certains, la « Petite Messe solennelle » de son prédécesseur Rossini est une œuvre beaucoup plus épurée et au sentiment religieux plus retenu. C’est que le vieux maître, en retraite de sa carrière à l’opéra, l’a composée d’abord pour un ensemble intimiste destiné à se produire dans une chapelle privée. Mais pour éviter l’orchestration opportuniste après sa mort d’un musicien en quête de cachet et de gloire, il s’est attelé à une version pour orchestre et chœur peu avant sa mort. mehr lesen / lire plus

#MeToo: Die Macht der Dokus

Anfang 2019 hat die MeToo-Bewegung einen neuen Höhepunkt erreicht und zeigt unter anderem mit Doku-Serien wie „Surviving R. Kelly“ eindringlich auf, wie Machtdynamiken und kollektives Augenverschließen physischen, psychischen und sexuellen Missbrauch begünstigen.

Am 5. März wies R. Kelly in einem Interview auf CBS erneut jede Schuld von sich. (© Screenshot YouTube)

Anderthalb Jahre nach Beginn der MeToo-Bewegung ist ihre Wirksamkeit immer noch nicht abgeflacht. Während anfangs journalistische Texte und Tweets dominierten, wurden die Auswirkungen der aufgeflammten Diskussion rund um sexualisierte Gewalt – Problembewusstsein, Solidarität und öffentliche Anprangerungen – immer wieder in künstlerischen Produktionen aufgegriffen. Fernsehserien wie „The Handmaid’s Tale“, Filme wie „The Wife“, Songs wie „Nameless, Faceless“ von Courtney Barnett, Theaterstücke wie „Bitter Wheat“ von David Mamet oder „Saturday Night Live“-Sketche wie der über Brett Kavanaugh wurden wesentlich von MeToo beeinflusst. mehr lesen / lire plus

„Thriller Live“: Not bad, but …

Die Rockhal lockte am 30. Januar mit der Londoner Erfolgsshow „Thriller Live“ ein großes Publikum an. Eine Vorstellung zwischen Personenkult und Nostalgie.

4,5 Millionen Menschen sollen die Show, laut „Kölner Stadtanzeiger“, bisher in 33 Ländern besucht haben (Stand: 18. Januar 2019). „Thriller Live“ wurde 2009, kurz vor dem Tod des Popstars im August, in London uraufgeführt.
Copyright: Sven Darmer

Es ist eine Lache, die Pop-Geschichte schrieb: die Lache zu Beginn von Michael Jacksons „Thriller“. Mit ihr wurde  der Abend gestern auch eröffnet. Das Publikum, das auf unbequemen Stühlen hockte, antwortete sogleich mit kreischenden „Wuhu“-Rufen, Pfiffen und tosendem Applaus. Was folgte überzeugt, solange man es nicht zu sehr hinterfragt. mehr lesen / lire plus

OK KID: Vermasselt?

OK KID hat in kleinen Kreisen der deutschen Musikszene einen guten Ruf. Mit „Sensation“ gerät der ins Wanken.

Four Music

Eingefleischte Fans der Band machen ihrer Enttäuschung über die Singleauskopplung „Hinterher“ im Youtube-Kommentarbereich Luft. Die einen sprechen von weichgespültem Deutsch-Pop,  schreien Anderas Bourani oder Max Giesinger – andere warten nur noch auf das Duett mit Tim Bendzko. OK KID, beziehungsweise diejenigen die den Youtube-Account der Band managen, antworten mit: „Geile Idee!! Haste Kontakt?“

Was ist passiert? Die Gießener Band um Frontsänger Jonas Schubert hat Ende 2018 ein neues Album veröffentlicht: „Sensation“. Für einige ihrer 50.600 Youtube-Fans ist die neue Platte mehr Teenie-Mucke als Sensation: zu poppig, zu flach, zu Mainstream. mehr lesen / lire plus

Vom Klavier ins Bett

Annenmaykantereit stieg 2016 mit dem Album „Alles nix Konkretes“ in der Debütwoche auf Platz eins der deutschen und österreichischen Albumcharts ein. Kurz vor Jahresende erschien der zweite Streich: „Schlagschatten“.

Vertigo Berlin

Marie? Bitte bleib da, wo du bist. Auch, wenn Henning May von Annenmaykantereit mit noch so rauchiger Stimme nach dir ruft. Lass ihn den Vögeln zusehen, wie sie vom Himmel scheißen, denn selten klang das schöner, als wenn er es besingt. Vor zwei Jahren entschuldigte sich die Band bei Pocahontas und saß barfuß am Klavier. Heute zieht sie an Städten vorbei, hinter der sie keine Welt vermutet. Danach nimmt sie ihre Zuhörer*innen mit ins Bett – und aus dem Bett, kommt man nicht mehr raus. mehr lesen / lire plus

Waltzing the Blues

On Wednesday, December 19th, the “Gudde Wëllen” convened a blues evening with Pugsley Buzzard.

The year of blues concerts has been closing with a good-humoured concert at the “Gudde Wëllen”, featuring several leading lights of the Luxembourgish blues scene: Australian singer and pianist Pugsley Buzzard, the star of the evening, was surrounded by his accompanying double bass player Klaas Wendling, Luxembourgish percussionist Tom Lehnert and singer Sascha Ley.

But first, Fred Barreto opened the show with songs like the funny “The Spider and the Fly” written by the Rolling Stones or the classic “Got My Mojo Working”. Barreto, well-known in Luxembourgish blues clubs, has a nice and strong voice, but it’s his guitar playing that is the most proficient. mehr lesen / lire plus