Vaginamonolog?

von | 28.09.2015

1338internetkusCasinoEine Ausstellung abzusagen, unmittelbar nachdem die Verantwortlichen die Materialien – in diesem Fall Video-Arbeiten – erhalten haben, sei eine politische Entscheidung, empörte sich die Installationskünstlerin Deborah de Robertis vor wenigen Tagen gegenüber der Luxemburger Presse. Den Beschluss, die Ausstellung „Mémoire de l’origine“, die ursprünglich ab dem 26. September im Casino gezeigt werden sollte, zu canceln, prangerte die Künstlerin als „Zensur“ an, verlangte eine Stellungnahme des Kulturministeriums und kündigte an, vor Gericht zu ziehen. Die Casino-Kuratoren weisen die Vorwürfe weit von sich: Es habe lediglich die Zusammenarbeit und Kommunikation mit der Künstlerin im Vorfeld der Planung des Projekts nicht funktioniert, erklärte Kevin Muhlen. Man kommt nicht umhin sich zu fragen, ob der Künstlerin an mehr als an Provokation gelegen ist und ob sich hinter ihren medienwirksamen Auftritten tatsächlich ein feministisches Anliegen verbirgt. Vor gut einem Jahr hatte de Robertis bereits in Frankreich für Furore gesorgt, als sie vor Gustave Courbets berühmtem Gemälde „L’origine du monde“ im Pariser Musée d’Orsay ihre Vagina in paralleler Weise entblößte.

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