Die Waldbrände im Hohen Venn in Ostbelgien haben für viele Fragen bei den Parlamentarier*innen Luxemburgs gesorgt. Innerhalb kürzester Zeit gingen fünf verschiedene parlamentarische Fragen bei der Chamber ein. Alle beschäftigten sich mit den Warnungen an die Bevölkerung, die von vielen als unzureichend empfunden wurden. Die Antworten kamen Anfang dieser Woche. Die Begründung der Regierung: Der Schwellenwert, bei dem eine Warnung für Feinstaubbelastung herausgegeben wird, sei nicht erreicht worden. So reiche es nicht, wenn der Grenzwert für die tägliche Belastung erreicht wird – es müsse auch eine Vorhersage geben, dass dieser am nächsten Tag an mindestens zwei Messstationen erreicht werde. Daher habe man in der Warnmeldung nur eine Information zu dem Brandgeruch herausgegeben. Somit wollte die Regierung vor allem unnötige Notrufe vermeiden, damit die Notrufzentrale nicht überlastet wird. In ihren Antworten geht die Regierung jedoch nicht auf die Tatsache ein, dass die von der Weltgesundheitsorganisation vorgeschlagenen Richtwerte für die Feinstaubbelastung wesentlich niedriger sind als jene Grenzwerte, die aktuell in Luxemburg gelten („Luftqualität: Ungesund bis 2050“, woxx 1709). Außerdem kann über die tatsächliche Feinstaubbelastung im Norden Luxemburgs nur spekuliert werden, da dort schlichtweg keine Messstationen stehen. Brennt es also im Norden, wird die Bevölkerung auch in Zukunft nicht über punktuelle Feinstaubbelastungen informiert werden.
Erntegespräche: Mais, Getreide und Grünland leiden
Die Hitzewellen und Trockenheit minderten die Ernteerträge. Am Mittwoch zogen landwirtschaftliche Akteur*innen gemeinsam mit Ministerin Martine Hansen eine erste Bilanz.

