Folk: Di Naye Kapelye

von | 16.11.2001

A Mazeldiker Yid

Die Neue Kapelle

(roga) – Klezmer Musik und Zigeunertöne, zwei faszinierende Klangwelten. Was die Gruppe mit dem originellen Namen Di Naye Kapelye auf ihrer CD A Mazeldiker Yid zusammenbringt, ist eine archäologisch anmutende Kleinarbeit in vergessener Kultur. Bob Cohen wandelte auf den Spuren seiner Großmutter und recherchierte jüdische Musik in Osteuropa, vornehmlich in der rumänischen Region Maramuresch. Dort gab es einst eine große jüdische Gemeinde. Deren Musik war weniger von modernen Klezmer-Einflüssen als von Musik der Roma beeinflusst. Auf dieser phantastischen Platte spielen neben dem amerikanisch-ungarischen Quintett die beiden Musiker Mihaly Sipos und Peter Eri der Kultgruppe „Muzsikas“ mit. Zwischen Brooklyn, Ungarn und Rumänien eine lebendige Musik der Erinnerung. Zu hören in der Sendung „Malinyé“ auf Radio ARA (Sonntag, 11.30 – 13 Uhr).

Di Naye Kapelye: A Mazeldiker Yid, Oriente Musik RIEN CD 37.

Dat kéint Iech och interesséieren

KULTURTIPP

Spieletipp: Blue Prince

Protagonist Simon kann das Erbe einer großen Villa erst dann antreten, wenn er den geheimen Raum Nummer 46 findet. Erschwert wird das dadurch, dass sich der Grundriss des Hauses jeden Tag ändert. Als Spieler*in kann man an jeder Tür aus drei Räumen einen auswählen, sodass bei jedem neuen Versuch ein komplett anderes Haus entsteht, das andere...

KULTURTIPP

Buchtipp: Anstalten

In „Anstalten“, Timo Brandts Nachfolgeroman zu „Oder die Löwengrube“ (woxx 1838), muss die Protagonistin Lynn wieder hinabsteigen: diesmal nicht ins sinnbildliche Tiefland ihrer endenden Beziehung, sondern in eine psychiatrische Einrichtung, die in einem Tal äußerst skurrile Zeitgenoss*innen beherbergt. Im Gespräch mit diesen entfaltet sich...

KULTURTIPP

ΙΣΤΟΣ / WEB – Contemporary Artists’ Books

Istos (ΙΣΤΟΣ) ist griechisch und steht für Geflecht, Netzwerk oder Verbindung. In der gleichnamigen Ausstellung verweben Künstler*innen die textuelle, visuelle und auditive Ebene, um die vielschichtige Beziehung zwischen Kunstschaffenden und (Kunst)buch zum Ausdruck zu bringen