KUNSTFILM: Heilige oder Hure?
Eine schöne Russin durchbricht die bürgerlichen Ehekonventionen und stellt das starre gesellschaftliche Gefüge einer Mailänder Industriellen-Familie in Frage. Was als seichtes Kitschdrama anmutet, entpuppt sich als feiner Kunstfilm.

Auf einer Wellenlänge: Zumindest Mutter und Tochter teilen ihre Geheimnisse.
Mit „Io sono l’amore“, zu Deutsch „Ich bin die Liebe“ wurden in diesem Jahr die 61. Filmfestspiele in Berlin eingeläutet. 120 Minuten lang führt Luca Guadagnino durch ein graues Mailand, durch ein großbürgerliches Haus in warmen Sepia-Farben und durch ein grün blühendes San Remo. Hinterdem Titel und der reichlich platten Handlung wittert man ein kitschig-kulinarisch angehauchtes Melodram, doch ist die Kameraführung feinsinnig und die Details sind liebevoll gefilmt. mehr lesen / lire plus








