Offshore-Windkraft und Meeresökologie: Roboter auf Tauchgang


Die Wasserschichtung im Meer kann durch kleinste Eingriffe durcheinandergebracht werden. Roboter helfen dabei, die Auswirkungen von Windrädermasten zu verstehen.

Der Glider-Roboter beim Untertauchen. (Foto: Raimo Kopetzky/HZG)

Im Meer geht es turbulent zu. Alles wird ständig durcheinandergemischt. Dafür sorgen die Wirbel an der Oberfläche, die der Wind erzeugt, und am unteren Ende der Wassersäule das Aufeinandertreffen von schneller und langsamer fließendem Wasser. Die Gezeitenströmung reibt dort am Meeresgrund, wodurch sich das Wasser in Bodennähe langsamer bewegt. Etwas darüber, weiter weg vom Grund, fließt es schneller, weil es dort keine Reibung gibt. So entsteht eine Scherung, wie der Unterschied der Fließgeschwindigkeiten genannt wird. mehr lesen / lire plus

Lage der Bauern-Nation: Kontroverse Bio-Klausel

Eine Teilumstellung auf Bio könnte für konventionelle Landwirte ein gutes Geschäft sein. Doch durch eine Last-Minute-Änderung in des Premiers Rede wird diese Aussicht verbaut.

Schwarz-Weiß-Malerei allüberall (Wikimedia / Verum / CC BY-SA 3.0)

Grüne Themen standen bei der Erklärung zur Lage der Nation vergangene Woche nicht im Vordergrund. Das liegt daran, dass Déi Gréng in der Koaltion den Juniorpartner stellen – als dritte Partei hinter zwei Seniorpartnern. Dass ihr Einfluss außerhalb der ministeriellen Ressorts gering ist, hat sich bei der Steuerreform bestätigt, wo DP und LSAP ihre Klientel vielfältig bedienen konnten. Die Grünen dagegen mussten sich mit einem Öko-Bonus-Malus bei Firmenwagen zufriedengeben – die dringend erforderliche CO2-Steuer konnten sie nicht durchdrücken. mehr lesen / lire plus

Platzverweis: Fraglicher Bedarf

Die Zahl der Personen, die in den letzten vier Jahren von der Benutzung eines öffentlichen Transportmittel ausgeschlossen wurden, ist verschwindend gering, wie aus der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der LSAP-Abgeordneten Claudia Dall’Agnol. Sie wollte wissen, wieviele Personen in den Jahren 2013 – 2016 von einer solchen Maßnahme betroffen waren. Laut Gesetz kann eine Person des Zuges oder Busses etc. verwiesen werden, wenn sie die allgemeine Sicherheit bedroht oder ein aggressives Verhalten an den Tag legt. Es ist zudem möglich, einer Person für eine Dauer von maximal einem Jahr den Zugang zum öffentlichen Transport zu verweigern. In den vier von François Bausch angeführten Fällen wurden die Personen eines Zuges verwiesen, weil sie in dessen Innenraum geraucht, auf die Sitze uriniert, oder das Personal beleidigt oder physisch bedroht hatten. mehr lesen / lire plus

Socfin : Greenpeace citée au tribunal

La Socfin est une entreprise bien connue de la société civile luxembourgeoise. Cotée à la bourse locale, la société tient aussi ses assemblées générales au grand-duché, ce qui attire à chaque fois des militants (woxx 1374). Et pour cause, la société, qui appartient à 38 pour cent à Vincent Bolloré, travaille dans l’exploitation forestière en Afrique où elle possède de gigantesques concessions (185.000 hectares) afin d’y produire de l’huile de palme et du caoutchouc naturel. En février 2016, Greenpeace a publié un rapport, « Menaces sur les forêts africaines : enquête sur les investissements du groupe Bolloré et de son partenaire belge Hubert Fabri », dans lequel l’ONG détaillait les pratiques de la Socfin et critiquait le fait que celle-ci refuse de s’engager dans la voie de la « zéro déforestation » dans les territoires sous sa concession. mehr lesen / lire plus

Geschlechtergerechtigkeit
: Business-Feminismus

Geschlechtervielfalt in Aufsichtsräten gilt als wichtiger Schritt in Richtung der Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt. Zu Recht?

Beim „Business-Feminismus“ liegt der Fokus auf dem Wirtschaftswachstum. (Bildquelle: Pixabay)

Nur 12,9 Prozent weibliche Führungskräfte, ein „gender pay gap“ von 5 Prozent, größtenteils von Frauen geleistete unbezahlte und prekäre Arbeit – wer die Zahlen und Fakten kennt, weiß, dass es in puncto Geschlechtergerechtigkeit auf dem luxemburgischen Arbeitsmarkt noch einiges zu tun gibt. Wer aber denkt, dass diesbezügliche Proteste, Kampagnen und Richtlinien stets feministisch motiviert sind, irrt. „Um in Sachen Chancengleichheit Fortschritte zu erzielen, sind ökonomische Argumente manchmal hilfreicher als feministische.“ In ihrer Einführungsrede zu der vor wenigen Wochen veranstalteten Table-Ronde „Les femmes dans la prise de décision économique“ scheute sich Viviane Reding nicht, die Dinge beim Namen zu nennen. mehr lesen / lire plus

Élection présidentielle : Ni patrie ni patron

Alors, gerber avant ou après avoir glissé un vote Macron dans l’urne ? Le malaise des Insoumis laisse aussi entrevoir le désespoir créé par une démocratie aux abois, trop docile face à la finance.

(Photo : Wikimedia)

De Yannis Varoufakis à Wolfgang Schäuble en passant par Nicolas Sarkozy et Daniel Cohn-Bendit – question soutien, Emmanuel Macron ratisse très large. Comment expliquer alors que les électeurs de Mélenchon n’arrivent pas tous (36 pour cent de vote blanc, 29,05 pour cent pour l’abstention et 34,83 pour cent pour Macron selon la consultation interne du mouvement de Mélenchon – à noter que l’option Le Pen n’existait pas) à se persuader que leur devoir citoyen, c’est de faire barrage au postfascisme incarné par l’héritière de Saint-Cloud ? mehr lesen / lire plus

Pressehilfe: Strangulation statt Synergie

Am Dienstag ist in der Chamber eine Konsultationsdebatte über die Qualität der Medien und die Zukunft der Presse angesetzt.

(Foto: Rolf Unterberg/Bundesarchiv)

Eigentlich sollte die Debatte über die „Qualität in den Medien“ schon im März stattfinden, wurde aber dann auf den Monat Mai vertagt. Die Zielsetzung der Debatte versuchte Premier- und Medienminister Xavier Bettel in einer Note an die Chamber zu präzisieren. Aus ihr wird klar, dass es wohl vor allem um die künftigen staatlichen Zuwendungen an die Presse gehen wird.

Leider deuten die Ausführungen des Premiers auf ein grundlegendes Missverständnis des Zusammenspiels der klassischen Printmedien mit der „Online“-Presse hin. Bettel spricht von einer ständig zunehmenden Migration vom Papier in Richtung numerische Medien. mehr lesen / lire plus

Déi Lénk fait de l’astro-éco-socialisme

« Le gouvernement a vocation à financer des logements au Luxembourg plutôt que des voyages dans l’espace pour milliardaires. » Gary Diderich ne surprend personne en fustigeant le projet de loi gouvernemental sur le space mining lors de la conférence de presse de jeudi dernier. Son parti, Déi Lénk, s’affirme largement d’accord avec les critiques contenues dans l’avis du Conseil d’État. La gauche radicale serait-elle en fin de compte conservatrice ? Pas si sûr. Alors que le dossier de presse fourni penche plutôt vers le scepticisme, la réaction à chaud du parti – Étienne Schneider avait assisté à la commission parlementaire le matin même – fait plutôt dans la science-fiction. mehr lesen / lire plus

Uni Luxemburg – alle auf den Rektor?

(Foto: woxx)

Ob der zurückgetretene Rektor Rainer Klump Konsequenzen aus eigenen Fehlern gezogen hat, bleibt offen. Das bringen Rücktritte, die zeitnah zu plötzlich an die Öffentlichkeit geratenen Problemen geschehen, so mit sich. Fraglich bleibt, ob Klump die gesamte Verantwortung für die Haushaltsprobleme zu tragen hat. Es habe eine „Management- und Organisationskrise“ gegeben, zu der man stehe, sagte Interimsrektor Ludwig Neyses im 100komma7-Interview. Auch nach den Stellungnahmen von Regierung und Uni-Leitung bleibt jedoch unklar, wie genau es zu dem 27-Millionen-Euro-Loch im Budget kommen konnte. Die Krise wird das Uni-Leben nachhaltig beeinflussen, das macht ein internes Schreiben Neyses an die Uni-MitarbeiterInnen am Donnerstag noch einmal deutlich: Neben den drastischen Kürzungen, die rückwirkend für 2017 beschlossen wurden, werden auch die kommenden Budgets stark betroffen sein. mehr lesen / lire plus

Conférence : la nature a des droits

C’est à coups de complicités politiques et de subtilités juridiques que les grandes entreprises parviennent à cyniquement exploiter les humains et la nature. Faut-il en conclure qu’à défaut d’un grand tournant, on n’arrivera à rien ? Pourtant, les règles qui protègent les travailleur-se-s sont indéniablement utiles et permettent notamment des avancées sur le plan international. Or, du côté de la protection de la nature, rien de tel. « C’est une lacune du droit international : aucune sanction n’est prévue pour ceux qui menacent les systèmes écologiques (…) et rien ne permet de protéger les droits des générations à venir », note l’invitation à la conférence de Valérie Cabanes, mercredi prochain. mehr lesen / lire plus

Willis Tipps
: April 2017

Oumou Sangaré ist zurück

Schon 1990, im Alter von 21 Jahren, hatte Oumou Sangaré mit ihrem ersten Album in ihrer Heimat wie auch in der aufblühenden Weltmusikszene Riesenerfolg. Sie stammt aus der Wassoulou-Region im Süden Malis und fiel mit ihrer markanten Stimme auf – und dadurch, dass sie sich in ihren Stücken lautstark für Frauenrechte einsetzte. Es folgten vier weitere gefeierte Alben. Die mittlerweile erfolgreiche Unternehmerin hat sich dann acht Jahre Zeit gelassen, um ihre neue Studio-CD Mogoya zu veröffentlichen, die in zeitgemäßem Stil von einem französischen Team und einem Schweden produziert wurde. Bei einem Stück trommelt sogar das Afrobeat-Urgestein Tony Allen seinen vielschichtigen Groove. mehr lesen / lire plus

Indie-Rock: Der Placebo-Effekt

Einst, in den 1990ern, als Retter der Rockmusik gefeiert, haben Placebo längst die Grenzen zum Mainstream überschritten. Begeistern tun sie immer noch, allerdings nicht mehr die Fans der ersten Stunde.

Sie sind alt und brauchen das Geld: Placebo.

Als sich Brian Molko und Stefan Olsdal, die beiden Gründungsmitglieder der Band, Ende der 1980er Jahre in der American International School of Luxembourg begegneten, geschah … nichts. Erst Jahre später, als beide in London lebten, beschlossen sie, musikalisch zusammenzuarbeiten. Das Projekt Placebo war geboren. Mit ihrem androgynen Auftreten – Make-Up, gefärbte Fingernägel und Röcke -, ihrer schnellen und schwermütigen Musik setzten sie einen Kontrapunkt zur Grunge-Welle, die gerade aus Seattle über die ganze Welt schwappte. mehr lesen / lire plus

Raúl Arévalo
 : Vengeance frisquette


« Tarde para la ira » (« La colère d’un homme patient » en version française) est le film à succès espagnol de l’année passée. Première mise en scène de l’acteur Raúl Arévalo, il mélange film noir, road movie bien machiste et critique sociale.

Parfois, l’homme en colère est un peu trop patient…

Curro n’est pas le mec le plus intelligent, ni le plus rapide et surtout pas le plus courageux. Comment expliquer autrement que lors du braquage d’une bijouterie madrilène, il ne se retrouve que dans le rôle du chauffeur ? Malheureusement pour lui, après une fuite qui tourne mal, il est le seul à se faire choper par la Guardia Civil – et à prendre huit ans de tôle, aussi pour ne pas avoir dénoncé ses complices. mehr lesen / lire plus

Sculpture
 : L’étonnante diversité 
des formes


La rétrospective Tony Cragg au Mudam permet une plongée captivante dans l’univers d’un sculpteur à la productivité notable et à l’art polymorphe.

« Industrial Nature », 2015.

« Nous vivons à une époque où la croyance en la science et la rationalité est omnipotente et déterminante. Pourtant, notre vraie vie est en grande partie guidée par les émotions et les décisions émotionnelles. Montrer cela constitue une tâche importante pour chaque artiste, y compris pour moi dans mon travail. » En effet, s’il y a bien une caractéristique commune à la cinquantaine d’œuvres exposées par Tony Cragg au Mudam, c’est l’absence d’intellectualisation ostentatoire ou de message claironné. mehr lesen / lire plus

Chronik: Virun 100 Joer (2): Dabei gewesen: Luxemburger in Russland

Als vor 100 Jahren in Russland die Revolution ausbrach und der Bolschewismus sich durchsetzte, waren auch Luxemburger dabei – die meisten allerdings eher unfreiwillig.

Lenin und die Massen. Versteckten sich in ihr auch Menschen aus Luxemburg? (Quelle: WikiCommons)

„Hierlands besteht wohl eine Verfassung, aber nicht für die Arbeiterklasse […]. Wir wollen gleichfalls wie die Russen rastlos für Umänderungen kämpfen, überall energisch für die russische revolutionäre Partei eintreten und auf Verschwinden des Blutzaren wie seiner Blutratgeber hoffen.“ So äußerte sich der Sozialdemokrat Jacques Thilmany 1905 auf einer Volksversammlung in der Stadt Luxemburg, bei der ein russischer Revolutionär die Lage in Russland darstellte. mehr lesen / lire plus

James Gunn : Guardians of the Galaxy 2

Suffit-il de persifler sur la saga « Star Wars » – avec les mêmes manies, comme l’éternel conflit père-fils – pour renflouer ses caisses ? Vu le succès, apparemment oui. Pourtant, cette deuxième partie n’est que blagues molles et flatulences absurdes.

L’évaluation du woxx : O
Tous les horaires sur le site. mehr lesen / lire plus

Revenu d’inclusion sociale: (Nicht) Garantiertes Mindesteinkommen


Die Reformpläne zum Mindesteinkommen stoßen bei der Opposition auf Kritik. Der Rechtsanspruch auf Sozialhilfe sei mit ihnen nicht mehr gewährleistet.

Auch wenn hierzulande absolute Armut kaum vorhanden ist: Auf Sozialhilfe sind dennoch mehr als 20.000 Menschen angewiesen. (Bildquelle : Wikipedia)

Bekämpfung von Kinderarmut, verstärkte Unterstützung von Frauen und Alleinerziehenden, administrative Vereinfachung und soziale Inklusion – das sind die Ziele, die vom Familien- und Arbeitsministerium mit der Reform des Revenu minimum garanti (RMG), künftig Revenu d’inclusion sociale (Revis) genannt, avisiert werden. Die staatliche Hilfeleistung gilt Personen und Haushalten, deren Einkommen nicht dem zur Existenzsicherung erforderlichen Minimum genügt. Künftig sollen diejenigen, die an Maßnahmen zur Resozialisierung oder zur Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt teilnehmen oder mehr als zehn Stunden pro Woche arbeiten, zusätzlich zur Allocation d’inclusion eine Allocation d’activation erhalten. mehr lesen / lire plus

Comment sauver le climat ? : Fonds vert sur fond noir

L’espoir d’une issue win-win à la crise climatique continue d’être caressé par les acteurs financiers et économiques. Pendant ce temps-là, la température monte…

Paris, manif du 12 décembre 2015. (Photo : Raymond Klein)

« Green Cornerstone Bond Fund », c’est le nom de l’outil financier lancé lors de la session de printemps du Fonds monétaire international et de la Banque mondiale la semaine dernière. Ce fonds, destiné à des projets liés à la lutte contre le réchauffement climatique en Afrique, en Amérique latine, en Europe de l’Est et en Asie centrale, est domicilié au grand-duché. Pierre Gramegna, présent à Washington, est cité dans le communiqué officiel du gouvernement : « En tant que partenaire stratégique du Green Cornerstone Bond Fund, le Luxembourg met en valeur les compétences de la place financière et prend ses responsabilités dans la lutte contre le réchauffement climatique et stratégique.  mehr lesen / lire plus

Irak
: Entronnen, aber traumatisiert

Der „Islamische Staat“ hat im Nordirak an Gelände verloren. Doch die Wunden bleiben, die das Regime des „Kalifats“ verursacht hat. Ein Besuch im Flüchtlingslager „Sharia“, in dem auch viele YezidInnen leben, die den jihadistischen Häschern entkommen sind.

Vom „Islamischen Staat“ entführt worden, doch dann gelang ihr die Flucht: Die 18-jährige Adiba (zweite von links) zu Besuch im Flüchtlingslager „Sharia“, hier mit ihrer Schwägerin und deren Kindern. Adibas Geschwister sowie ihr Vater sind noch in den Händen der Jihadisten. Sie selbst lebt mittlerweile in Deutschland. (Foto: Bernd Beier)

Ein Flüchtlingslager nahe Dohuk, einer Großstadt im kurdischen Nord-
irak. Es ist ein Lager, wie man es sich vielleicht typischerweise vorstellen mag, und es ist riesengroß. mehr lesen / lire plus

Steinig und holprig

Wie kompliziert es ist, sich hinsichtlich der Arbeitsmöglichkeiten für anerkannte Asylsuchende (BPI) und Asylbewerber (DPI) in Luxemburg zurechtzufinden, hat unser Autor Thorsten Fuchshuber in seinem Artikel zum Thema (Ein steiniger Weg; woxx 1420) selbst erfahren. So hat er die „autorisation d’occupation temporaire“ (AOT), die Asylbewerber auf Antrag bekommen können, als Praktikum bezeichnet. Tatsächlich handelt es sich dabei um eine auf sechs Monate begrenzte Anstellung. Die Hürden, eine solche AOT auch einzulösen, sind allerdings so hoch, wie vom Autor beschrieben. Aus diesem Grund bietet die Asti mit dem Projekt „Connections“ DPI’s und BPI’s die Möglichkeit, in einer Firma ein unbezahltes Praktikum zu machen, für die Dauer von maximal 240 Stunden. mehr lesen / lire plus