Erst verfüttern – dann kontrollieren

von | 06.01.2011

„Die Futtermittelhersteller in Luxemburg haben keine Lieferung von verseuchten Futtermitteln von der betroffenen deutschen Firma erhalten.“ Und: „Die zuständigen Dienste machen Dioxin-Proben der Futtermittel von Tieren, die in den Handel kommen und verfolgen den Zwischenfall in Deutschland genau“, heißt es auf der Internetseite des Konsumentenschutzes (www.securite-alimentaire.public.lu). Nach Gammelfleischskandal, absichtlich gepanschtem Wein und Umetikettierungen von verdorbenem Fleisch, ist es nun das mit Dioxinen verseuchte Futter für Legehennen, Mastgeflügel und Schweine in Deutschland, das das Vertrauen in die Lebensmittelindustrie erschüttert. In seiner parlamentarischen Anfrage will deshalb der grüne Abgeordnete Henri Kox wissen, wie oft in Luxemburg Proben von den verantwortlichen Behörden durchgeführt werden und ob die betreffenden Laboratorien über genügend materielle und personelle Ressourcen verfügen. Zwar liegt noch keine Antwort vor, aber bei den deutschen Nachbarn werden bereits härtere Strafen und schärfere Kontrollen gefordert. Das wird nicht ganz einfach werden angesichts der Undurchsichtigkeit einer globalen Futterindustrie.

Dat kéint Iech och interesséieren

NEWS

Arbeiten in Luxemburg

Anlässlich zum Tag der Arbeit am 1. Mai hat der Statec am Dienstag einige aktualisierte Kernzahlen zu Arbeit und Arbeitnehmenden in Luxemburg veröffentlicht. So waren Ende 2025 von den 494.000 beschäftigten Arbeitnehmer*innen knapp die Hälfte (47 Prozent) aus dem Grenzgebiet. Auch zeigte sich, dass das „klassische“ Arbeitsmodell, ein...

NEWS

EU-Abschiebungen: Turteln mit den Taliban

Es gebe nur „Kontakte auf technischer Ebene“. Mit diesen Worten hat EU-Kommissionssprecher Markus Lammert am Montag einen Bericht des Nachrichtenportals „Euractiv“ aus der Vorwoche kommentiert. Demnach wird noch vor dem Sommer eine Delegation der afghanischen Taliban-Regierung in Brüssel erwartet. Bestätigt oder dementiert hat Lammert die...

NEWS

Au Liban, les déplacé·es manquent de tout

Il ne se passe presque pas un jour sans que le cessez-le-feu conclu le 16 avril au Liban soit violé, lsraël et le Hezbollah s’accusant mutuellement de le rompre. Pendant ce temps, Tsahal continue d’effacer les localités situées entre la frontière nord de l’État hébreu et le fleuve libanais Litani, une bande d’une dizaine de kilomètres de...