AHA und die Werbefreiheit

von | 22.04.2011

In einem rezenten Brief teilte der Verantwortliche eines Busunternehmens dem Verkéiersbond mit, dass sie die Kampagne „Net reliéis? Stéi dozou!“ der „Allianz vun Humanisten, Atheisten an Agnostiker“ (AHA), nicht akzeptieren und von den Bussen entfernt hätten mit der Begründung „une telle publicité ne correspond pas à la philosophie de notre entreprise et celle de notre clientèle“. Eigentlich haben die Busunternehmen des RGTR-Regimes, die zurzeit mit der AHA-Campagne versehen wurden – trotz Beschwerden von Privatpersonen – keinen Einfluss auf die Art der Werbung. Es ist der Verkéiersbond unter der Aufsicht des Nachhaltigkeitsministeriums, der für die Kampagnen verantwortlich ist. Die Busse stellen dagegen nur ihre Werbefläche zur Verfügung. Auch wenn Romain Diederich, Premier Conseiller im Nachhaltigkeitministerium, RTL gegenüber bekräftigte, dass die Anzeige der AHA überprüft und als korrekt befunden wurde und bis Juli weiterlaufen soll – meldete die Fédération des Exploitants d’Autobus et d’Autocars (FLEAA) hingegen Bedenken an: Wenn die Anzeige sich als geschäftsschädigend erweise, dann sei sie nicht hinnehmbar. Gefordert wird von der FLEAA in Zukunft bei der Auswahl der Werbung stärker miteinbezogen zu werden. In einer parlamentarischen Anfrage befassten sich nun auch Abgeordnete mit der AHA-Werbung und wollen vom Nachhaltigkeitsminister wissen, ob er der Meinung sei, dass der Slogan „Net reliéis ? Stéi dozou !“ diskriminierend sei und ob die Busunternehmen überhaupt berechtigt seien, diese zu entfernen. Auch wollen die Abgeordneten wissen, was der Minister zukünftig zu unternehmen gedenke, um die Meinungsfreiheit im Bereich der öffentlichen Werbung nicht zu gefährden. Im Gegensatz zu den Reaktionen der Busunternehmen stand die der Kirche. So verkündete Théo Péporté, Sprecher des Erzbistums, dass die Kirche gut mit der Werbung leben könne, jeder dürfe zu seiner Überzeugung oder Nichtüberzeugung stehen.

Dat kéint Iech och interesséieren

NEWS

Neue Gentechnik-Regeln in der EU

Am vergangenen Mittwoch stimmte das EU-Parlament für eine Schwächung der Regeln zur Gentechnik. Sogenannte „neue genomische Techniken“ (NGT) – allen voran die „Genschere“ Crispr-Cas – fallen demnach nicht mehr unter die strengen Kennzeichnungspflichten, die für „traditionelle“ Gentechnik bestehen. Das Argument, das Industrie, Kommission und am...

NEWS

Acier : gros profits et petites ambitions climatiques

Ils sont favorables aux objectifs de réduction des émissions de CO2 de l’UE et ils y ont beaucoup investi, disent-ils. Mais maintenant, cela leur coûte trop : ArcelorMittal, Voestalpine et Thyssenkrupp Steel ont uni leur plume cette semaine pour lancer « un appel commun en faveur d’une réforme urgente et pragmatique du système communautaire...

NEWS

Reegelwierk fir d’Liicht Sprooch

Leschten Dënschdeg huet den Zenter fir d’Lëtzebuerger Sprooch (ZLS) seng éischt Broschür fir d’Liicht Sprooch Lëtzebuergesch mat Reegelen a Recommandatioune fir eng inklusiv Kommunikatioun ouni sproochlech Barriäre publizéiert. De Kulturminister Eric Thill bezeechent d’Liicht Sprooch am Pressecommuniqué als e „konkreete Schrëtt a Richtung méi...