Lucien Thiel stirbt mit 68 Jahren

von | 26.08.2011

2004 war Lucien Thiel dem Wunsch Jean-Claude Junckers gefolgt und kandidierte – für viele überraschend – auf der CSV Parlamentsliste. Er zog auch prompt in die Chamber ein, wo er fortan als wirtschafts- und finanzpolitischer Sprecher seine Kenntnisse als Journalist und seine 14-jährige Erfahrung als Bankenlobbyist einbringen konnte. Der parlamentarische „Newcomer“ war der richtige Mann, wenn es darum ging den Luxemburger Finanzplatz mit flankierenden, legislativen Maßnahmen abzusichern. Kaum ein Finanzgesetz für das er nicht als Berichterstatter berufen wurde. Die begehrte Rolle des Budgetberichterstatters wurde ihm in seiner kurzen parlamentarischen Karriere sogar zweimal zugestanden. Als dann Anfang dieses Jahres Jean-Louis Schiltz als CSV-Fraktionschef zurücktrat, war es Thiel der den strategisch wichtigen Posten einnehmen sollte – am Ende war es nur für knappe sechs Monate. Seine Fraktion, die eine schwierige Zeit hinter sich hat und mit auf sie hinüberschwappende Querelen in der christlichen Gewerkschaft zu kämpfen hat, dürfte es nicht einfach haben einen Nachfolger mit ähnlicher Statur zu bestimmen.

Dat kéint Iech och interesséieren

NEWS

Weibliche Genitalverstümmelung in Luxemburg

Im Nachgang einer UNICEF-Studie zu weiblicher Genitalverstümmelung (FGM) in Luxemburg, die im April 2026 veröffentlicht wurde, hatten die LSAP-Abgeordneten Claire Delcourt und Mars Di Bartolomeo eine parlamentarische Anfrage zum Thema gestellt. Vergangenen Montag erfolgte die Antwort, der sich neben den drei adressierten Minister*innen der...

NEWS

Wenn „ChatGPT“ parlamentarische Fragen beantwortet

Am vergangenen Montag veröffentlichte die Chamber die Antwort des Außenministers Xavier Bettel (DP) auf eine parlamentarische Frage der beiden LSAP-Abgeordneten Mars Di Bartolomeo und Yves Cruchten. Thema war der „Luxemburgplan“, den die saarländische Regierung Anfang Mai veröffentlichte. Die Antworten sind relativ nichtssagend und unkonkret –...

NEWS

Foot, fric et répression

Le coup d’envoi de la Coupe du monde de foot 2026 a été donné ce 11 juin au stade Azteca de Mexico, pour une édition « qui s’annonce la plus lucrative jamais vue », selon Amnesty International. La FIFA prévoit de réaliser 11 milliards de dollars de recettes au fil des 104 matchs qui se joueront pendant six semaines aux États-Unis, au Mexique...