Die indirekte Landnutzung soll in den kommenden Jahren bei der Zulassung von Agrofuel in der EU nicht berücksichtigt werden. Das meldet der Blog „Climate Connection“ unter Berufung auf eine Nachricht von Reuters. Die Einführung von Agrotreibstoffen in der EU wird unter anderem aufgrund ihres Verdrängungseffektes für den Nahrungsmittelanbau kritisiert. Letzteres kann zu Landrodungen auf für Klima und Biodiversität wertvollen Flächen führen. Die Kritiker nehmen die Entscheidung zum Anlass, die „Absurdität“ der EU-Behauptungen über „nachhaltige Biotreibstoffe“ zu unterstreichen. Auch wenn es wissenschaftliche Unsicherheiten bei der Bewertung der indirekten Effekte des Agrofuel-Anbaus gebe, so müsse doch nach dem Vorsorgeprinzip vorgegangen werden, statt sich den Interessen der Industrie zu beugen.
Europäische Chemikalienpolitik: Giftige Prokrastination
2022 verkündete die EU-Kommission das Ziel „Null Verschmutzung“ und sagte damit giftigen Chemikalien, die Mensch und Umwelt belasten, den Kampf an. Passiert ist seitdem wenig, denn: Die Kommission steht sich selbst im Weg.

