Ent-Weltbild-lichung

von | 24.11.2011

Eigentlich ist es ja ein lang „gehütetes“ und offenes Geheimnis: Der „Weltbild“-Verlag, eine der größten deutschen Buchhandlungen mit über 250 Filialen und im Besitz der katholischen Kirche führt neben den handelsüblichen billigen Bestsellern und Paperbacks auch eine Menge schlüpfriger Erotikliteratur. Der Konzern, der 1987 aus dem erzkatholischen Zeitungsverlag Winfried-Werk hervorging, und sich dann zum Buchverlag umorientierte und nun nach eigener Aussage „ein führendes Unternehmen in Buch- und Medienunternehmen“ ist, soll nun von seinen Eigentümern veräußert werden. Anscheinend ist der Druck der Öffentlichkeit, zumal der empörten Katholiken, so groß, dass den deutschen Oberhirten ein weiterer Imageschaden, der nach den Missbrauchsskandalen kaum größer sein könnte, das viele Geld nicht wert ist. Ob das gut ist oder nicht sei dahingestellt. Auffallend ist jedoch, dass dies nach der Papstvisite und dem Ruf Ratzingers nach einer „Entweltlichung“ der Kirche geschieht. Sollte es einen Zusammenhang geben, kann sich der Papst jedenfalls freuen immer noch einen beachtlichen Einfluss zu haben. Und die luxemburgische Kirche könnte sich ruhig ein Stückchen von der Folgsamkeit ihrer deutschen Brüder abschneiden, um sich selbst auch mehr zu „entweltlichen“, indem sie beispielsweise auf staatliche Finanzierung verzichtet oder ihre Mediengruppe veräußert. Die hatte vor Jahren ja auch nicht gezögert als Streikbrecher ein deutsches Schundblatt zu drucken.

Dat kéint Iech och interesséieren

NEWS

WHO erinnert an Notlage im Sudan

In einem Statement vom vergangenen Samstag erinnert der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, an die aktuelle Notlage im Sudan. „Der Sudan steht vor einer der schwersten humanitären und gesundheitlichen Notlagen der Welt. Mehr als 33,7 Millionen Menschen – über die Hälfte der Bevölkerung des Landes...

NEWS

Carburants : Trump plus fort que Poutine

Lorsqu’en 2022 la Russie avait envahi l’Ukraine, les prix des carburants avaient bondi de 11,8 % en un mois au Luxembourg. Avec l’attaque américano-israélienne contre l’Iran et le blocage du détroit d’Ormuz, le choc est encore plus violent, la hausse atteignant 15,3 % en mars. Il s’agit de « la plus forte augmentation mensuelle jamais observée...

NEWS

« Recul historique » des droits des réfugié·es

Dans un avis publié le 7 avril, le Collectif réfugiés Luxembourg (LFR) dénonce « avec la plus grande fermeté » un nouveau projet de loi, déposé à la mi-janvier. Le texte transpose en loi nationale plusieurs règlements de l’UE englobant le Pacte européen sur la migration et l’asile, un accord vivement condamné à maintes fois par les ONG de...

NEWS

Impôts : D’abord une affaire de ménage

En 2027, le gouvernement prévoit une nouvelle réduction du taux d’imposition des entreprises. Selon Luc Frieden, cela va doper la compétitivité de l’économie luxembourgeoise. Mais rien ne prouve que ce retour sur investissement fonctionnera, rétorque la Chambre des salariés, qui plaide pour un rééquilibrage fiscal entre ménages et entreprises.