30 Jahre grüne Politik

„Trau
keinem über 30!“- Ein Spruch, der bei der Gründung der „Gréng
Alternativ“ im Jahre 1983 vor allem den (damals) jungen politischen
ErsteinsteigerInnen im Mund führten, wenn sie so manchen Streit der
alteingesessenen Politprofis der 68er-Generation nicht mehr so recht
nachvollziehen konnten. Die seitdem gespaltene und schließlich
wiedervereinigte Partei ist nun selbst in einem Alter, wo „Seriösitéit“
nicht mehr unbedingt als Schimpfwort empfunden wird. Dafür gibt sich die
Partei eine neue Grundsatzerklärung, deren abstrakter Charakter,
zumindest bei einer Gründungsgrünen, den Verdacht aufkommen ließ, sie
wäre so auch auf andere Parteien anwendbar. Sichtbarste Veränderung:
Christian Kmiotek löst Christian Goebel als Parteivorsitzender ab.
„Kmio“ wird fortan zusammen mit der in geheimer Wahl bestätigten Sam
Tanson im Duo die Partei nach außen repräsentieren. Der fleißige Blogger
und Leserbriefschreiber holte sich einen (kleinen) Rüffel bei den
Kollegen vom Luxemburger Wort, weil er sich in seiner Einstiegsrede
„kaum zu eigenen politischen Überzeugungen, Motiven oder Zielen“
äußerte, sondern es „bei einer kabarettreifen Klatsche gegen die
Regierung“ beließ. Die hatte es allerdings in sich, wobei sich der
schauspielernde Erzieher angesichts der aktuellen Skandale nicht all zu
sehr anstrengen musste.


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