EZB beschließt Frauenquote

von | 30.08.2013

(avt) – Die von jeher männlich dominierte Europäische Zentralbank (EZB) wird mehr Führungsposten mit Frauen besetzen. Die Zahl der heute schon auf solchen Posten arbeitenden Frauen soll verdoppelt werden. Bis Ende 2019 strebe man für das mittlere Management eine Quote von 35 Prozent und für das obere eine von 28 Prozent an, versicherte EZB-Direktor Jörg Asmussen der „Süddeutschen Zeitung“. An qualifizierten Bewerberinnen mangele es nicht. Die Umsetzung dieses ambitionierten Ziels setze allerdings ein Umdenken bei den Führungskräften der Notenbank voraus. Es bedürfe eines „Mentalitätswandels“ innerhalb der Führungsriege, betonte Asmussen. Immerhin: Wenn auch Vivianne Redings Frauenquote für Aufsichtsräte in börsennotierten Unternehmen innerhalb der EU nicht unumstritten ist, hatte die kürzliche Ernennung des Luxemburgers Yves Mersch zum Direktor der EZB doch für verbreitete Empörung gesorgt. So hatte mit Sylvie Goulard sogar eine liberale französische EU-Abgeordnete die Besetzung mit Mersch als „archaisch“ bezeichnet. Noch besteht der EZB-Rat ausschließlich aus Männern. Damit ist der Beschluss der EZB zumindest ein kleiner Fortschritt in Sachen Gleichstellung.

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