HOLOCAUST: Vergeben und vergessen?

Muss sich der Luxemburger Premierminister für die Verstrickung der Luxemburger Behörden in die Judenverfolgung im Zweiten Weltkrieg entschuldigen? An die vor einem Jahr gestellte Frage schließen sich viele weitere an.

Es gab 1940 eine aktive Zusammenarbeit der „Verwaltungskommission“ mit der nationalsozialistischen Zivilverwaltung. Der Zeitungsausschnitt unbekannten Ursprungs zeigt eines der seltenen Bilder Albert Wehrers als ihr Präsident. (© Photothèque de la ville de Luxembourg)

Am 19. September letzten Jahres richtete der Historiker Serge Hoffmann einen offenen Brief an den Premierminister. Eine Woche zuvor hatte sich in Belgien Jean-Claude Junckers Amtskollege Elio die Rupo offiziell für die Mitverantwortung der belgischen Behörden an den Judendeportationen während des Zweiten Weltkriegs entschuldigt. mehr lesen / lire plus

Veggie Day: Alles Gemüse?

Künftig soll einmal pro Woche ein vegetarisches oder veganes Gericht in staatlichen Kantinen verabreicht werden. Das jedenfalls wünscht sich die Vegan Society und versucht Parteien für ihr Anliegen zu gewinnen.

Alles idyllisch? 60 Prozent der deutschen Getreideproduktion landet in Tiermägen.

 „Grüne wollen uns das Fleisch verbieten“, so titelte „Bild“, Deutschlands größte Boulevardzeitung, vor zwei Wochen, als die Debatte um den „Veggie Day“ entbrannte. Ähnlich polemisierend ereiferte sich CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe über die „Bundesverbotsrepublik“, die die Grünen angeblich anstreben. Tatsächlich aber ist die Idee eines „Veggie Day“, also eines Tages in der Woche, an dem vegetarische Gerichte speziell angeboten werden, nicht neu. mehr lesen / lire plus

SREL: Ce n’est pas fini !

Même si les conservateurs semblent assimiler chaque évocation du scandale autour du service de renseignement à un crime de lèse-majesté, ils ne peuvent nier l’évidence : rien n’a encore été fait pour pallier aux dysfonctionnements.

A l’approche des élections anticipées d’octobre, il reste important de ne pas perdre de vue ce qui les a causées et avant tout le scandale – ou plutôt l’amas de scandales – autour du service de renseignement (Srel). Et surtout la perte de contrôle politique sur un service qui a pu agir à sa guise dans une nébuleuse d’affairisme.

Mais voilà, le constat principal qui a mené à la crise politique que nous traversons actuellement, celui de la responsabilité du premier ministre Jean-Claude Juncker en tant que chef suprême du Srel, est déjà en train de s’effacer. mehr lesen / lire plus

Arbeitslosigkeit: die verflixte Sieben

(rg) – Traditionell wird die Entwicklung der Arbeitslosenzahlen – die einmal im Monat im „comité de conjoncture“ diskutiert werden – gemeinsam vom Arbeits- und vom Wirtschaftsminister der Presse vorgestellt. Beim August-Termin in dieser Woche hatte Nicolas Schmit das Vergnügen, die Präsentation ausnahmsweise allein vornehmen zu dürfen – sein Parteikollege, LSAP-Spitzenkandidat und Noch-Wirtschaftsminister Etienne Schneider, hatte sich in Richtung Türkei aufgemacht, um auf einer Wirtschaftsaustellung in Izmir den Standort Luxemburg anzupreisen. Trotz eines allseits vermeldeten Anziehens der Konjunktur verschlechtern sich die Arbeitslosenzahlen weiter: Im Juli waren 16.988 Menschen bei der Adem als Arbeitssuchende gemeldet – 17,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. mehr lesen / lire plus

Libé… rez-nous du nucléaire !

(lm) – « La France est souveraine et décide seule de sa politique énergétique. » C’est la raison que le maire de Thionville avait invoquée dans une interview au Wort, refusant d’envisager la fermeture de la centrale de Cattenom (woxx 1229). Mais qui, en France, décide vraiment de cette politique ? Le lobby pro-nucléaire, si l’on en croit le dossier que vient de consacrer Libération, le jeudi 29 août, à ce sujet. En collaboration avec Greenpeace, le quotidien dénonce la manière dont les « élus du nucléaire » faussent le débat sur l’avenir énergétique de la France. Parmi les noms cités, on retrouve Bernard Cazeneuve qui, sur demande de l’entreprise nucléaire Areva, avait « remanié » l’accord électoral du PS avec les Verts – il est désormais ministre délégué au budget. mehr lesen / lire plus

EZB beschließt Frauenquote

(avt) – Die von jeher männlich dominierte Europäische Zentralbank (EZB) wird mehr Führungsposten mit Frauen besetzen. Die Zahl der heute schon auf solchen Posten arbeitenden Frauen soll verdoppelt werden. Bis Ende 2019 strebe man für das mittlere Management eine Quote von 35 Prozent und für das obere eine von 28 Prozent an, versicherte EZB-Direktor Jörg Asmussen der „Süddeutschen Zeitung“. An qualifizierten Bewerberinnen mangele es nicht. Die Umsetzung dieses ambitionierten Ziels setze allerdings ein Umdenken bei den Führungskräften der Notenbank voraus. Es bedürfe eines „Mentalitätswandels“ innerhalb der Führungsriege, betonte Asmussen. Immerhin: Wenn auch Vivianne Redings Frauenquote für Aufsichtsräte in börsennotierten Unternehmen innerhalb der EU nicht unumstritten ist, hatte die kürzliche Ernennung des Luxemburgers Yves Mersch zum Direktor der EZB doch für verbreitete Empörung gesorgt. mehr lesen / lire plus

SYRIE: Logique de guerre

Les frappes contre le régime de Bachar Al-Assad ne font pas l’unanimité, même au sein des interventionnistes.

Temps difficiles pour les adeptes de la paix : L’utilisation d’armes chimiques par le régime d’Al-Assad semble de plus en plus évidente. Ce serait une – mais évidemment pas la seule – action à condamner, car elle va à l’encontre du droit international qui interdit ces armes et notamment leur usage envers la population civile. L’enquête de l’ONU est toujours en cours, et il n’est pas sûr qu’elle établira avec une certitude absolue quel type d’armes chimiques a été utilisé, et surtout par qui. Or le blocage de l’enquête par le régime et les informations recueillies par des ONG indépendantes sur place ont largement réduit l’espace laissé au doute. mehr lesen / lire plus

ARCHITECTURE: Brave New World

L’exposition du pavillon luxembourgeois à la Biennale d’architecture 2012, sous le thème « Futura Bold? Post-City: Considering the Luxembourg Case », témoigne avant tout d’un manque d’audace et de fantaisie de ses créateurs.

« Futura Bold? Post-City: Considering the Luxembourg Case » – peut faire froid dans le dos.

L’idée en somme est assez intéressante : passer à partir de structures déjà existantes à des villes futures, imaginées par des architectes et des urbanistes. Ainsi les cinq accumulations urbaines de Kirchberg, Belval, Ingeldorf, Schengen et Berchem ont été prises en considération pour les expériences de pensée des créateurs Yi-der Chou, Radim Louda et Philippe Nathan. mehr lesen / lire plus

DAVID WNENDT: Im Arsch

Die Verfilmung des Bestsellers „Feuchtgebiete“ ist weniger provokativ als Charlotte Roches Skandalroman und erinnert eher an eine seichte ZDF-Produktion.

Autsch, in Feuchtgebiete dreht sich alles um den Arsch – wollen wir das wirklich sehen?

Nach seinem Erscheinen im Februar 2008 hatte Charlotte Roches analfixierter Roman „Feuchtgebiete“ eine Flut von Reaktionen ausgelöst. Während die einen in ihm einen wichtigen Tabubruch sahen und – so etwa die Süddeutsche – das Buch gar als feministischen Ausbruch feierten, taten andere es als literarischen Schund ab und stuften es schlicht als trashigen Softporno ein. Eines hatte Charlotte Roche, die in der Folge durch die Talkshows gereicht wurde wie ein Superstar, aber jedenfalls erreicht: Sie war im Gespräch. mehr lesen / lire plus

THEATER: Collage der Krise

In „Quarter Life Crisis“ ergründen vier junge Menschen an der Schwelle zum Erwachsenenalter die Abgründe der Arbeitslosigkeit.

Drei Minuten lang dürfen die vier jungen Leute ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Drei Minuten Brainstorming, um ihre Ideen zum Thema Arbeitslosigkeit und Mitte-Zwanziger-Krise zu Papier zu bringen. Und die Ideen sprudeln. Arbeitslosigkeit bedeutet Fremdbestimmung und bringt das Gefühl mit sich, unter Zwang zu agieren und nicht das machen zu können, was man will und kann …

Als junger Erwachsener stehst du eigentlich noch ziemlich am Anfang deines Lebens, aber Deine Zukunftspläne zerplatzen wie Seifenblasen. Deine Fähigkeiten scheinen auf dem Arbeitsmarkt nicht gefragt zu sein. mehr lesen / lire plus

ÄGYPTEN: „30 Jahre Mubarak sind so schlimm wie ein Jahr Mursi“

Seit Beginn der Aufstände in Ägypten richtet sich die Gewalt immer wieder auch gegen Koptinnen und Kopten. Beshoy Tamry ist freischaffender TV-Reporter und Gründungsmitglied der „Maspero Youth Union“ (MYU). Die MYU versteht sich als säkulare Jugendorganisation der Kopten Ägyptens. Mit Tamry sprach die woxx über Gewalt gegen Kopten und die Kräfteverhältnisse nach der Amtsenthebung Mohammed Mursis.

Der koptische Aktivist Beshoy Tamry.

woxx: Warum wurde die MYU gegründet und wie groß ist sie heute?

Beshoy Tamry: Gegründet wurde die MYU im März 2011, als nach dem Anschlag auf eine Kairoer Kirche koptische Protestierende vor die Maspero-Fernsehsendeanstalt zogen. Dieses riesige Sendegebäude war vor 2011 Sinnbild der Mubarak-treuen Medien. mehr lesen / lire plus