„Wann ist endlich Schluss mit Pestiziden in Umwelt und Lebensmitteln?“ Das fragen „natur & ëmwelt“ und Greenpeace in einem Pressekommuniqué zur Vorstellung ihres Gutachtens zum Nationalen Aktionsplan Pestizide am Donnerstag. Die beiden NGOs bezeichnen die Belastung von Gewässern und Lebensmitteln mit Pestiziden sowie den Rückgang der Artenvielfalt als besorgniserregend. Ihre 2014 bei der Vorstellung des ersten Entwurfs des Aktionsplans eingereichten Forderungen blieben aber in dieser zweiten – „quasi identischen“ – Fassung unberücksichtigt. Ähnlich wie der Mouvement écologique vor ein paar Wochen, verlangen „natur & ëmwelt“ und Greenpeace konkretere Ziele und Maßnahmen und brechen eine Lanze für den biologischen Landbau. Die vom Mouvement ins Spiel gebrachte Pestizidsteuer wird von den beiden anderen NGOs nicht aufgegriffen, dafür setzen sie sich für mehr Transparenz ein: „Als erster Schritt muss Klarheit darüber geschaffen werden, welche Pestizide in welchen Mengen eingesetzt werden.“ Diese Informationen existierten zum Teil, würden aber unter Verschluss gehalten. Die beiden NGOs kündigen an, den Zugang zu diesen Informationen notfalls auch einklagen zu wollen.
Neue Gentechnik-Regeln in der EU
Am vergangenen Mittwoch stimmte das EU-Parlament für eine Schwächung der Regeln zur Gentechnik. Sogenannte „neue genomische Techniken“ (NGT) – allen voran die „Genschere“ Crispr-Cas – fallen demnach nicht mehr unter die strengen Kennzeichnungspflichten, die für „traditionelle“ Gentechnik bestehen. Das Argument, das Industrie, Kommission und am...

