Die NGO Fairtrade Lëtzebuerg und die Genossenschaft Fair Mëllech warnen vor „Socialwashing“ bei dem geplanten Zertifizierungs- und Qualitätssystem für die Lebensmittelkennzeichnung. Im September 2020 hatte Landwirtschaftsminister Romain Schneider (LSAP) einen entsprechenden Gesetzesentwurf vorgestellt. Um das Label zu erhalten, müssen nur wenige Kriterien aus verschiedenen Kategorien erfüllt sein. So ist eine faire, existenzsichernde Bezahlung der Landwirt*innen lediglich ein mögliches Kriterium, das nicht verpflichtend erfüllt werden muss, um das Label zu erhalten. Das erzürnt Fairtrade und Fair Mëllech: „Preise, die dazu beitragen die Existenz von Landwirten abzusichern, sind kein Teil eines Wunschkonzertes. Sie sind unabdingbar und sollen daher verpflichtende Kriterien sein in einem staatlich geregelten Zertifizierungs- und Qualitätssystem“, heißt es in der Pressemitteilung. Die beiden Organisationen fordern Schneider auf, das Gesetzesvorhaben nochmal abzuändern.
Arbeiten in Luxemburg
Anlässlich zum Tag der Arbeit am 1. Mai hat der Statec am Dienstag einige aktualisierte Kernzahlen zu Arbeit und Arbeitnehmenden in Luxemburg veröffentlicht. So waren Ende 2025 von den 494.000 beschäftigten Arbeitnehmer*innen knapp die Hälfte (47 Prozent) aus dem Grenzgebiet. Auch zeigte sich, dass das „klassische“ Arbeitsmodell, ein...

