Sekundarabschluss: Künftig weniger Examen

von | 17.04.2017

Weniger Abschlussprüfungen und eine ausführlichere Bescheinigung über belegte Fächer – das sind die Hauptänderungen, die bei den „Premièresexamen“ im Sekundarbereich anstehen. Am vergangenen Mittwoch wurden sie von Bildungsminister Claude Meisch vorgestellt. In erster Linie gehe es darum, die hiesigen Erfordernisse an internationale anzupassen. In Deutschland zum Beispiel müssen AbiturientInnen lediglich vier bis fünf schriftliche und eine mündliche Prüfung ablegen. In Luxemburg liegt die Zahl zurzeit bei sieben bis zehn schriftlichen und drei mündlichen Klausuren; ab dem Schuljahr 2017/18 sollen es nur noch jeweils sechs und zwei sein. Die Dauer der Examensphase wird jedoch nicht verkürzt. Da die Zahl der insgesamt zu absolvierenden Schulfächer unverändert bleibt, werden PrimanerInnen künftig am ersten Tag nach den Faschingsferien entscheiden müssen, in welchen sie abschließend geprüft werden wollen. Dass Abschlussklausuren in den jeweiligen Hauptfächern verpflichtend sind, verstehe sich von selbst, so der Minister. Mit der anstehenden Reform werde jedoch auch auf die veränderte Hochschullandschaft reagiert. Viele Universitäten legten nicht nur Wert auf Abschlussnoten, sondern beachteten auch das darüber hinausgehende Bildungsprofil. Künftig sollen deshalb in der Abschlussbescheinigung sowohl die auf „2e“ belegten Fächer als auch außerschulische Aktivitäten aufgeführt werden. Von diesen Änderungen erhofft sich der Minister eine Verbesserung der Chancen luxemburgischer AbsolventInnen auf einen Studienplatz, denn bisher waren diese gegenüber dem Ausland benachteiligt. Eine ähnliche Reform im Technique ist erst für das Schujahr 2018/19 vorgesehen.

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