Wunsch nach Arbeitszeitverkürzung höher denn je

von | 09.02.2023

Die Arbeitsbedingungen scheinen sich im Vergleich zu den Pandemiejahren 2020/2021 wieder langsam zu verbessern. Das ergibt die Auswertung des Quality of Work Index, die am Donnerstag von der Salariatskammer präsentiert wurde. Seit der ersten Erhebung im Jahr 2014 ist jedoch in vielen Bereichen ein Abwärtstrend zu beobachten: Die Zufriedenheit mit dem eigenen Gehalt ist am tiefsten Punkt angelangt, Konflikte zwischen beruflichem und privatem Leben dagegen am höchsten. Das Gefühl, nicht autonom genug arbeiten zu können, war 2022 am zweitstärksten ausgeprägt. Auch das in den vergangenen zehn Jahren stark angestiegene Burnoutrisiko hält sich auf dem Niveau der Pandemiejahre. Wie schon 2021 dachte auch im letzten Jahr knapp ein Fünftel der Befragten darüber nach, den Arbeitsplatz zu wechseln. 71 Prozent wünschen sich eine Arbeitszeitverkürzung – damit liegt der entsprechende Wert höher als jemals zuvor. Auffälligkeiten gibt es auch in puncto Homeoffice: Seit 2020 ist die Arbeitszufriedenheit bei denjenigen, die von zuhause aus arbeiten können, deutlich höher als bei denjenigen, die das nicht tun können. Mittlerweile arbeiten genauso viele Männer wie Frauen von zuhause aus. Ganze 26 Prozent derjenigen, die im Homeoffice arbeiten, versorgen parallel dazu manchmal oder sogar immer ihre Kinder. Im aktuellen Quality of Work Index gibt es aber auch Positives zu verzeichnen: Noch nie wurden die Chancen auf eine Beförderung von den Befragten derart hoch eingeschätzt als 2022.

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