Unter dem Titel „Krümel statt Kuchenstücke? Die Förderung von Community Media als öffentliche Aufgabe“ lädt Radio Ara am 30. November zu einer Diskussionsrunde ins Casino Luxembourg. Radio Ara stellt einige der wenigen „alternativen“ Stimmen in einem der am stärksten von Konzentrationsprozessen betroffenen Medienmärkte Europas dar. Das freie Radio, das im Dezember seinen 25. Geburtstag feiert, hält sich bekannterweise ohne großartige staatliche Unterstützung über Wasser (lediglich die Jugendsendungen „Graffiti“ werden vom Familienministerium gefördert). Im europäischen Ausland ist die Situation anders: In Deutschland und der Schweiz erhalten „Community Media“ ein Stück vom Gebührenkuchen. Martin Ritter, Bereichsleiter „Bürgermedien und Medienkompetenz“ der Thüringer Landesmedienanstalt, Bianca Miglioretto, Aktivistin bei Radio LoRa Zürich, und Robert Garcia, Geschäftsführer von Radio Ara, werden die verschiedenen Modelle unter die Lupe nehmen. Vor der Diskussion werden Kurzvorträge der DiskussionsteilnehmerInnen und ein Film über die Jugendsendungen von Radio Ara geboten. Moderiert wird die Runde von dem woxx-Journalisten Joël Adami. Die Diskussion findet auf Deutsch statt, französische Simultanübersetzung wird angeboten. Casino Luxembourg, Forum d’art contemporain, 30. November, 19 Uhr.
EU-Return-hubs: Erste Ausfahrt Ruanda
Nun also doch Ruanda: Mehrere EU-Mitgliedstaaten verhandeln mit der dortigen Regierung, um in dem Land ein erstes „Rückkehrzentrum“ für abgewiesene Asylsuchende (return hub) einzurichten. Bereits Mitte November könnte ein entsprechendes Abkommen unterzeichnet werden.

