Die globalen roten Zahlen

von | 27.08.2010

Earth Overshoot Day: Das ist der Tag, an dem die Menschen das Jahresbudget an globalen Umweltressourcen aufbrauchen und von da an über ihre Verhältnisse leben. Während 2009 der Overshoot Day noch auf den 25. August fiel, waren in diesem Jahr die Biokapazitäten bereits am letzten Samstag, den 21. August, ausgeschöpft. „Wer in neun Monaten sein gesamtes Jahreseinkommen verbraucht, hätte allen Grund zur Sorge“, so Mathis Wackernagel, Präsident der in Kalifornien basierten Umweltorganisation „Global Footprint Network“, welche die Berechnung des Tages anhand folgender Formel veranschaulicht: „(globale Biokapazität / globaler ökologischer Fußabdruck) x 365 = Earth Overshoot Day“. Der ökologische Fußabdruck ist dabei diejenige Fläche auf der Erde, die erforderlich ist, um den Lebensstandard eines Menschen auf Dauer zu gewährleisten. Von Jahr zu Jahr rutscht die Menschheit aber immer weiter in die roten Zahlen, was nicht nur ein ökologisches, sondern zunehmend auch ein wirtschaftliches und soziopolitisches Problem darstellt. Dieses Datum ist aber noch relativ schmeichelhaft, denn die Industriestaaten haben ihren Overshoot Day schon länger hinter sich. Österreich zum Beispiel am 13. Mai, was Simonne Baur, Sprecherin der österreichischen Umweltorganisation GLOBAL 2000, zur Aussage bewegt: „So dürfen wir nicht mit den Lebensgrundlagen kommender Generationen umgehen und die bittere Rechnung unseren Kindern überlassen“.

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