Die neue CFL-App im Test

von | 29.01.2018

Heute hat die CFL die neuste Version ihrer App herausgebracht und verspricht viele Neuerungen. Im woxx-Kurztest enttäuscht das Update allerdings.

Kann die großen Versprechen nicht halten: Die neue App der CFL. (Grafik: CFL)

„Besser informiert dank modernster Technik“ sollen Kund*innen künftig sein, verspricht die Eisenbahngesellschaft. Ab heute ist die neuste Version der „CFL mobile“-App für Android und iOS verfügbar. Neuerungen sind vor allem die „Tür-zu-Tür“-Funktion, mit der eine Reise von einem beliebigen Standort zum Zielort geplant werden kann, ohne dass die nächstgelegene Haltestelle bekannt sein muss. Dabei ist es auch möglich, sogenannte „Interessenpunkte“, wie etwa ein Museum, anzugeben. Die Verbindungen können mit anderen geteilt werden, allerdings ist dies relativ umständlich gelöst: Die App bietet nur die Optionen „E-Mail“ und „SMS“ an – wer „E-Mail“ auswählt, bekommt dann eine Liste von möglichen Apps (also auch Messenger wie WhatsApp) angezeigt. Der Weg wird dann in Textform beschrieben, doch die Nachricht enthält keinen Link auf die CFL-Webseite oder zur App.

Mobiliteit.lu-App: 44 Minuten

Es ist außerdem nun möglich, Fahrkarten mit der App zu kaufen, oft genutzte Verbindungen abzuspeichern sowie „Lieblingsorte“ anzugeben, um nicht jedes Mal eine Adresse eingeben zu müssen. Benachrichtigungen zu Störungen auf einer bestimmten Linie lassen sich ebenso aktivieren. Wer will, kann sich diverse Übersichtspläne (nationales Zugnetz, Busnetz der Stadt Luxemburg) herunterladen – sonderlich übersichtlich oder schön anzusehen sind diese jedoch nicht.

CFL-App: 55 Minuten

Die wichtigste Funktion ist natürlich die Suche nach einer Verbindung. Ein erster Praxistest in der woxx-Redaktion zeigt allerdings erstaunliche Ergebnisse. Wir wollen am Nachmittag auf eine Pressekonferenz des Umweltministeriums auf Esch-Belval und geben die Adressdaten der woxx-Redaktion und der Umweltverwaltung ein. Die App schickt uns mit dem Zug nach Esch, dort sollen wir auf einen Bus umsteigen, der uns nach Belval fährt. Eigentlich haben wir damit gerechnet, dass wir mit dem Zug nach Belval fahren könnten. Zum Vergleich ziehen wir die App der Mobilitätszentrale (mobiliteit.lu) heran: Sie schlägt vor, mit dem Zug nach Esch-Belval zu fahren. Mit der CFL-App dauert die Reise 55 Minuten, mit mobiliteit.lu sind es lediglich 44 Minuten. Ein enttäuschendes Ergebnis.

Wer trotz – oder wegen – der neuen App seinen Zug verpasst hat, kann sich allerdings freuen: Die Eisenbahngesellschaft hat ihr WLAN-Angebot erweitert. Neben den Bahnhöfen in Luxemburg-Stadt und Ettelbrück können Reisende nun auch an den Haltestellen Bettembourg, Pétange, Mersch, Rodange, Dudelange-Ville, Esch, Differdange, Belval-Université und Pfaffenthal-Kirchberg kostenlos das Internet nutzen.

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