3. Mai Tag der Pressefreiheit: Die ALJP manifestiert

von | 02.05.2018

Am Tag der Pressefreiheit organisiert die frisch gegründete Journalistenvereinigung Association Luxembourgeoise des Journalistes Professionnels (ALJP) eine Solidaritätsaktion auf der Place d’Armes.

 

Der Tag der Pressefreiheit fällt dieses Jahr besonders bitter aus: Nicht nur im fernen Kabul sondern auch in Europa haben Journalist*innen ihren Einsatz mit dem Leben bezahlt. Hinzu kommt ein gesteigertes Misstrauen gegenüber den Medien und das Überschwemmen des Internets mit sogenannten „Fake News“ sowie der fragwürdige Umgang einiger Demokratien (wie Frankreich) mit ebendiesen gezielten Falschmeldungen. Andere Länder wie Ungarn oder die Türkei hebeln die Rechte der Presse systematisch aus und gehen hart gegen kritische Berichterstattung vor.

Aber auch Luxemburg hat seine hausgemachten Probleme: Ein Informationszugangsrecht für Journalist*innen ist weiterhin kein Thema für die Regierung, die sich „offene Fenster“ auf die Fahne geschrieben hatte. Alle Versuche, diese Thematik auf den Verhandlungstisch zu bringen, wurden von der Regierung abgeblockt – nicht mal ein vom Presserat vorgeschlagener Gesetzesentwurf wurde debattiert. Stattdessen hat die blau-rot-grüne Regierung  die „Circulaire Bettel“ ins Leben gerufen, welche die Kommunikation zwischen Beamt*innen und Medien einem strengen Regelwerk unterwirft. Die Regierung hat so einen noch größeren Einfluss auf die zirkulierenden Informationen als zuvor.

Auch in Sachen Whistleblower-Schutz hat Justizminister Félix Braz die Chance nicht genutzt um Fortschritte zu erzielen. Und das obwohl die Europäische Kommission Luxemburg nicht als Land mit Whistleblowers-Schutz anerkennt und die „Luxleaks“ und „Chamberleaks“-Affären bewiesen haben, wie bitter unsere Gesellschaft es nötig hat, endlich ein passendes Gesetz zu bekommen.

Um die Öffentlichkeit aufzuklären wird die ALJP am morgigen Donnerstag von 9 bis 12 Uhr einen Stand auf der Place d’Armes aufrichten und sich dem Dialog mit der Bevölkerung stellen.

Dat kéint Iech och interesséieren

ËMWELTPODCAST

Am Bistro mat der woxx #376 – Directive de la vigilance

Chaque semaine, le podcast de la woxx vous offre un regard en coulisses sur notre travail journalistique et explore les enjeux derrière nos articles. Cette semaine-ci, les journalistes Fabien Grasser et María Elorza Saralegui se centrent sur une directive européene concernant le devoir de vigilance. Considérablement affaiblie lors des...

POLITIK

Devoir de vigilance : Qui sera le gendarme des multinationales ?

La directive sur le devoir de vigilance des entreprises vient d’être définitivement adoptée par les États membres de l’UE dans une version affaiblie. Sa transposition en droit national soulève notamment la question de l’organisme qui, au Luxembourg, sera chargé de contrôler le respect par les multinationales des droits humains et environnementaux.

PODCAST

Am Bistro mat der woxx #375 – Wéi hëtze mir an der Zukunft?

All Woch bitt d’woxx Iech an hirem Podcast en Abléck an hir journalistesch Aarbecht a beliicht d’Hannergrënn vun engem Artikel. Gas a Masutt ginn de Moment erëm méi deier, well Krich am noen Osten ass. Dat wier nieft dem Klimaschutz e weidere Grond, fir esou séier wéi méiglech op aner Methode fir ze Hëtzen ëmzeklammen. Bis 2050 wëll Lëtzebuerg...