Pestizide wirken sich negativ auf Bienen aus, das hat Anfang des Jahres die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) eingestanden. In diesem Zusammenhang will der grünen Abgeordnete Henri Kox von dem Agrar- und dem Gesundheitsminister wissen, ob diese ein Verbot von Pflanzenschutzmitteln vorsehen, insbesondere jener hochwirksamen Insektizide, die Neonicotinoide enthalten, und die auch als Saatgutbeizmittel verwendet werden? Kox will auch wissen, ob Luxemburg auf EU-Ebene für ein Verbot eintritt. Aber nicht nur den Bienen setzten die Pestizide zu. Laut „Scientific Records“ sind die Pflanzenschutzmittel giftiger als gedacht und ein echter Killer für Frösche und Kröten. Das belegt das Experiment eines deutsch-schweizerischen Forscherteams: Bis zu 100 Prozent der Tiere starben, als sie den in der Landwirtschaft üblichen Spritz-Dosen ausgesetzt wurden. Diese Giftwirkung sei alarmierend – und eine bisher übersehene Ursache für das Amphibiensterben, warnen die Forscher. So ist die Haut der Amphibien extrem durchlässig, Chemikalien werden deshalb von ihnen rund zweimal schneller über die Haut aufgenommen als bei Säugetieren. Die Forscher fordern, dass zukünftig nicht nur die Toxizität dieser Mittel für Bienen und Säugetiere vor der Zulassung getestet wird, sondern auch für die ohnehin stark bedrohten Amphibien.
Arbeiten in Luxemburg
Anlässlich zum Tag der Arbeit am 1. Mai hat der Statec am Dienstag einige aktualisierte Kernzahlen zu Arbeit und Arbeitnehmenden in Luxemburg veröffentlicht. So waren Ende 2025 von den 494.000 beschäftigten Arbeitnehmer*innen knapp die Hälfte (47 Prozent) aus dem Grenzgebiet. Auch zeigte sich, dass das „klassische“ Arbeitsmodell, ein...

