Antisemitismus in Deutschland: Sprunghafter Anstieg

von | 27.06.2024

(Quelle: RIAS)

Der Antisemitismus in Deutschland ist 2023 drastisch angestiegen: 4.782 Vorfälle hat der „Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus“ (Rias) im vergangenen Jahr registriert. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einer Zunahme von über 80 Prozent. Das geht aus dem am vergangenen Dienstag in Berlin vorgestellten Jahresbericht der Organisation hervor. Mehr als die Hälfte der Vorfälle habe nach den Terrorangriffen der Hamas am 7. Oktober stattgefunden. Besonders drastisch sei dies hinsichtlich der Gewaltdimension: Rund zwei Drittel aller Fälle von extremer Gewalt, Angriffen und Bedrohungen wurden nach diesem Datum ausgeübt. „Mit dem 7. Oktober 2023 begann für viele Jüdinnen_Juden eine neue Zeitrechnung: Ihr Leben teilt sich in ein Davor und ein Danach“, heißt es in dem Bericht. Viele von ihnen seien vermehrt auch im persönlichen Umfeld betroffen, etwa am Arbeitsplatz oder in den Bildungseinrichtungen, die sie besuchen. „Die Erfahrungen der Rias-Meldestellen zeigen, dass es vor allem die Kontinuität von Antisemitismus ist, die diesen für Betroffene zu etwas macht, das ihren Alltag prägt“, heißt es in dem Text weiter. Zu den drastischsten Gewalttaten zählen ein Brandanschlag auf ein jüdisches Gemeindezentrum in Berlin sowie zwei Brandanschläge auf das Haus einer jüdischen Familie im Ruhrgebiet im Oktober.

Dat kéint Iech och interesséieren

NEWS

Weibliche Genitalverstümmelung in Luxemburg

Im Nachgang einer UNICEF-Studie zu weiblicher Genitalverstümmelung (FGM) in Luxemburg, die im April 2026 veröffentlicht wurde, hatten die LSAP-Abgeordneten Claire Delcourt und Mars Di Bartolomeo eine parlamentarische Anfrage zum Thema gestellt. Vergangenen Montag erfolgte die Antwort, der sich neben den drei adressierten Minister*innen der...

NEWS

Wenn „ChatGPT“ parlamentarische Fragen beantwortet

Am vergangenen Montag veröffentlichte die Chamber die Antwort des Außenministers Xavier Bettel (DP) auf eine parlamentarische Frage der beiden LSAP-Abgeordneten Mars Di Bartolomeo und Yves Cruchten. Thema war der „Luxemburgplan“, den die saarländische Regierung Anfang Mai veröffentlichte. Die Antworten sind relativ nichtssagend und unkonkret –...

NEWS

Foot, fric et répression

Le coup d’envoi de la Coupe du monde de foot 2026 a été donné ce 11 juin au stade Azteca de Mexico, pour une édition « qui s’annonce la plus lucrative jamais vue », selon Amnesty International. La FIFA prévoit de réaliser 11 milliards de dollars de recettes au fil des 104 matchs qui se joueront pendant six semaines aux États-Unis, au Mexique...