NACHRUF: Abschied von Christa W.
Am 1. Dezember verstarb die Schrifstellerin Christa Wolf im Alter von 82 Jahren in Berlin. Ein sehr persönlicher Nachruf auf eine Autorin, die die deutsche Nachkriegsgeschichte in Ost und West geprägt hat.
Am 1. Dezember verstarb die Schrifstellerin Christa Wolf im Alter von 82 Jahren in Berlin. Ein sehr persönlicher Nachruf auf eine Autorin, die die deutsche Nachkriegsgeschichte in Ost und West geprägt hat.
Einen allgemeinen Werteverlust in Zeiten der Finanzkrise beklagt Guy Helminger in seinem neuen Stück "Das Leben hält bis zu-letzt Überraschungen bereit" - Künstlichkeit und sinnentleerte Existenz sind seine Folgen. Ana Maria Krassnig bringt den Stoff als sterile Barbiepuppenwelt auf die Bühne. Ein Dasein, in dem alles hohl ist und nichts (mehr) Bestand hat ?
Cécile Lecomte leistet mit spektakulären Kletteraktionen gewaltlosen Widerstand gegen Atommüll-Transporte. Sie legt sich mit Justiz und Polizei an und bleibt ihren Überzeugungen treu.
"Disembodies Archetypes" - Entkörperte Archetypen, also : So abstrakt der Titel der Ausstellung der beiden israelischen, in New York lebenden und wirkenden Künstler Tamy Ben-Tor und Miki Carmi klingt, so konsequent zieht sich das Motiv wie ein roter Faden durch die Ausstellung. Desintegrierte und zerbrechliche Menschen zeigen die voneinander...
"Somewhere" erzählt vom glamourösen Leben eines Hollywood-Stars. In gleichförmigen Bildern und mit flachem Humor schaukelt der Film an der Oberfläche und lässt den Zuschauer so gelangweilt zurück wie seinen unbedeutenden Filmhelden.
Mit ihrem Roman "Tauben fliegen auf" hat Melinda Nadj Abonji den Deutschen Buchpreis gewonnen. Mag sein, dass der Preis auch als Antwort auf Thilo Sarrazin zu verstehen ist. Vor allem jedoch zeichnet er eine Autorin aus, ohne deren Arbeit die zeitgenössische deutschsprachige Literaturlandschaft trostloser wäre.
Das Asylbewerberheim auf dem Limpertsberg ist die erste Anlaufstelle für Menschen, die in Luxemburg einen Asylantrag stellen. Wenngleich sich die Bedingungen unter der Zuständigkeit des Roten Kreuzes merklich gebessert haben, bleibt das Don Bosco doch ein störender Fleck in der umgebenden Wohlstandslandschaft.
Guy Helmingers Buch "Neubrasilien" erzählt die Geschichte der jungen Luxemburgerin Josette, die 1828 mit einer Gruppe Landbewohner versucht, nach Brasilien auszuwandern. Helminger verknüpft Josettes Erlebnisse mit jenen der Montenegrinerin Tiha, die Ende der Neunzigerjahre als Asylbewerberin nach Luxemburg kommt. Beide Frauen suchen in einem anderen Land nach einem besseren Leben und scheitern. Die woxx unterhielt sich mit dem Autor.