Best of 2010er: TV- und Streaming-Serien (1/3)

Anlässlich der sich ihrem Ende zuneigenden 2010er-Jahre wirft die woxx einen Blick zurück auf die besten TV- und Streaming-Serien.

© HBO

Die 2010er-Jahre haben gezeigt, dass die Serienlandschaft mit „The Sopranos“, „Mad Men“ und „Breaking Bad“ längst nicht an ihrem Höhepunkt angelangt ist. Welche Serien haben in diesem Jahrzehnt unsere Sehgewohnheiten auf den Kopf gestellt? Welche haben uns am meisten mitgerissen, berührt oder erfreut? Bei diesem Rückblick handelt es sich natürlich nicht um eine Hitliste aller ausgestrahlten Serien. Und die Autorin ist sich bewusst, dass sie sich Perlen wie „BoJack Horseman“, „Halt and Catch Fire“, „Tuca & Bertie“ oder „Borgen“ unbedingt noch anschauen muss. Wie bei der woxx nicht anders zu erwarten, wird die folgende Liste stark davon beeinflusst, wie Frauen, LGBTIQA-Personen und andere marginalisierte Menschen dargestellt werden. Das Ergebnis ist also eine sehr subjektive Liste, die keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit hat.

Zunächst ein paar Worte zu den Kriterien, nach denen die Liste erstellt wurde: Es wurden einzig fiktionale Serien berücksichtigt, die nach dem 31. Dezember 2009 angelaufen sind und bei denen es sich nicht um eine Mini-Serie handelt. Auf eine Hitparade wurde bewusst verzichtet, je nach Tageslaune würde diese wahrscheinlich sehr unterschiedlich ausfallen.

 

Broad City (2014 – 2019)

© Comedy Central

 

Eine von Frauen produzierte Comedy-Serie mit Frauen im Zentrum ist auch im Jahr 2019 immer noch eine Seltenheit. Ilana Glazer und Abbi Jacobson liefern mit dieser Serie nicht nur schreiend komische Dialoge und Slapstick, sondern zugleich auch eine Liebeserklärung an die US-amerikanische Metropole New York. Wie wenigen anderen Serien gelingt es „Broad City“ mit Humor einzufangen, wie es sich anfühlt, jung und prekär beschäftigt zu sein.

 

Better Call Saul (2015 – 2020)

© AMC/Sony Pictures

Als „Breaking Bad“ 2013 nach fünf Staffeln zu seinem erwartungsgemäß tragischen Ende kam, glaubten wahrscheinlich die wenigsten daran, dass eine dem schmierigen Anwalt Saul Goodman (Bob Odenkirk) gewidmete Spin-Off Serie das kulturelle Highlight werden würde, das sie letzten Endes ist. Mit der Vorgängerserie hat „Better Call Saul“ beeindruckende Kameraarbeit und Schauspielleistung sowie fesselnde Spannungsdramaturgie gemein; auf Gewalt- und Drogenverherrlichung wird in letzterer jedoch angenehmerweise verzichtet.

Lesen Sie hier unsere ausführliche Rezension.

Auf Netflix.


Transparent (2014 – 2019)

© Amazon

 

Mit „Transparent“ schrieb Jill Soloway die erste Mainstream-Serie mit einer trans Frau als Hauptperson. Mauras Outing stößt bei ihrem gesamten Umfeld Identitätsfindungsprozesse an, die auf sowohl berührende als auch humorvolle Weise dargestellt werden. „Transparent“ setzte neue Maßstäbe für die Darstellung einer Serien-Familie, denn auch wenn die Protagonistin leider von einem cis Mann gespielt wurde, so ist die Bandbreite an dargestellten queeren Figuren insgesamt bemerkenswert.

 

Auf Amazon Prime.

The Leftovers (2014 – 2017)

 

© HBO

Wie schon in „Lost“ und in der rezent erschienenen „Watchmen“-Serie, widmete sich Serienmacher Damon Lindeloff auch in „The Leftovers“ einer Gruppe von Menschen, deren Leben durch ein metaphysisches Ereignis auf den Kopf gestellt wurde. Vordergründig eine Serie über Verlust und kollektives Trauma, ist „The Leftovers“ zudem eine faszinierende und zutiefst berührende Meditation darüber, wie Menschen ihrem Leben einen Sinn verleihen. In dieser Serie scheint jede noch so haarsträubende Plot-Entwicklung möglich – und es funktioniert!

Lesen Sie hier unsere ausführliche Rezension.

Auf Sky Go.

Girls (2012 – 2017)

© HBO

Serien mit marginalisierten Menschen im Zentrum müssen oft heftige Kritik einstecken, weil sie nicht so repräsentativ und inklusiv sind, wie sie hätten sein können. Diesbezüglich hat vermutlich keine Serie so viele Schelte abbekommen wie „Girls“. Lena Dunhams Hauptfiguren sind in der Tat allesamt weiß und privilegiert. Als sie 2012 anlief, lieferte „Girls“ mit ihren unsympathischen weiblichen Figuren dennoch etwas erfrischend Neues und einen wichtigen Schritt weg von der Vier-Freundinnen-in-New-York-Erzählung von „Sex and the City“.

Lesen Sie hier unsere ausführliche Rezension.

 

Auf Sky Go.

 

Hier geht’s zum zweiten Teil unseres Best ofs.


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