Bienensterben – erkannt oder verharmlost?

von | 04.09.2017

Das Problem Bienengesundheit wird ernst genommen – so lautete die Botschaft einer Pressekonferenz von Fernand Etgen am 22. August. Der Landwirtschaftsminister stellte bei dem Imker Paul Jungels in Brandenburg vor Ort ein Zuchtprojekt vor, mit dem der durch die Varrosmilben verursachte Schaden begrenzt werden soll. Auch die Ergebnisse der BeeFirst-Pestizid-Studie des Luxembourg Institute of Science and Technology (LIST) wurden publik gemacht. Weil der Wirkstoff Thiacloprid dabei „negativ aufgefallen“ war, kündigte Etgen an, seine Ausbringung strenger zu regeln. Als „positiv hervorzuheben“ wird diese Maßnahme seitens des Mouvement écologique in einem Kommuniqué vom 25. August eingestuft. Zufrieden ist die NGO allerdings nicht und fragt: „Warum handelt das Landwirtschaftsministerium nicht konsequenter?“ Der Mouvement fordert die Finalisierung des längst überfälligen Aktionsplans zur Reduktion der Pestizide. Außerdem unterstellt die NGO dem Minister und dem LIST, die Belastung durch die Pestizide zu „verharmlosen“. So sei in vielen Proben ein Abbauprodukt der Substanz Dichlobenil aufgetaucht, obwohl diese seit 2009 verboten ist. Dass bei nur 7 von 154 Proben die Grenzwerte überschritten wurden, sei ebenfalls nicht beruhigend, schließlich könnten Chemikalien, die jede für sich unter dem legalen Grenzwert liegen, im Verbund dennoch schädlich sein.

Dat kéint Iech och interesséieren

NEWS

Aufklärung für begrüßte Tabakbekämpfung

Im Rahmen einer EU-Direktive ist seit Anfang Januar ein neues Anti-Tabak-Gesetz in Kraft. Vorschriften für Tabak- und Nikotinprodukte wurden verschärft und deren Konsum eingeschränkt. Neu ist in erster Linie der Höchstgehalt von Nikotin in Beuteln: maximal 0,048 mg dürfen diese pro Einheit oder Gramm enthalten. „Zusatzstoffe wie Koffein,...

NEWS

„Brexit-Neustart“: Starmer will kuscheln

Die britische Regierung will einen Gesetzesentwurf vorlegen, der eine deutliche Annäherung an die Europäische Union erlaubt. Der von Premierminister Keir Starmer (Labour) beworbene Entwurf sieht vor, den einzelnen Ministerien weitreichende Möglichkeiten und Befugnisse zu geben, um jeweilige Standards in ihren Bereichen an bestehende und...

NEWS

Trump dynamite l’impôt minimal mondial

La méthode Trump de l’intimidation et du coup de force pour s’exonérer des règles communes fait une nouvelle victime : l’impôt minimal mondial de 15 % sur les multinationales, adopté en 2021 sous le nom de « Pilier 2 » par près de 140 pays, sous l’égide de l’OCDE. Ce lundi 5 janvier, le ministère américain des Finances a annoncé avoir conclu...