GESCHICHT
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Judendeportationen: „Aussiedlung nach Osten“

Vor 75 Jahren verließ auf Befehl der Nazi-Machthaber der erste Deportationszug Luxemburg. Wie reagierten die jüdische Kultusgemeinde und die Mehrheitsgesellschaft? „Luxemburg judenfrei“, titelte am 17. Oktober 1941 das von den nationalsozialistischen Machthabern gleichgeschaltete „Tageblatt“: „In dem Bestreben, der Volksgemeinschaft einen...

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Zäitgeschicht: Hierscht 1991 – 
en Non-Lieu de Mémoire

De 25jährege Jubiläum vum Zesummebroch vum sowjetesche System am Hierscht 1991 gëtt an Europa net gefeiert. Am Contraire, besonnesch an Osteuropa gëtt deen Zesummebroch am Réckbléck net als Befreiung, mee als Katastroph erliewt. Dëser Deeg hunn sech eis däitsch Nopere mat hirem „Tag der deutschen Einheit“ wéi all Joer un de Fall vun der Mauer...

GESCHICHT

Regierungsvollmachten
: Außer Kontrolle?

Ist es in Zeiten des Terrorismus notwendig, den Verfassungsparagrafen zu erweitern, der in Notfällen das Regieren ohne gesetzliche Grundlage ermöglicht? Und ist diese Regelung überhaupt noch zeitgemäß? Ein geschichtlicher Rückblick auf die Entwicklung des „état d’urgence“. „Je n’ai pas envie d’avoir un débat à la Chambre pour déterminer si on...

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Emil Marx: Außenseiter und Querdenker

Mit „Emil Marx. Buchhändler, Journalist, Schriftsteller“ entwirft Henri Wehenkel ein Gruppenbild der Linksintellektuellen im Luxemburg der Zwischen- und Nachkriegszeit. „Wer weiß heute noch, ein halbes Jahrhundert nach seinem Tode, wer Emil Marx war?“ Mit dieser Frage eröffnet Henri Wehenkel sein Buch über den Journalisten und Buchhändler Emil...

GESCHICHTKINO

Chile unter Pinochet: Enklave deutscher Tugenden

Der Film „Colonia“ will hinter die Kulissen der berühmt-berüchtigten Colonia Dignidad blicken, einer von Deutschen gegründeten Siedlung in Chile, die mit dem Pinochet-Regime kollaborierte. Resultat ist ein spannender Thriller, hinter dem aber der politische Rahmen verblasst. Allzu viele Illusionen sollten sich ehemalige Fans chilenischer...

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Irakkrieg 1991: Barbarei besiegt!

Im ersten Irakkrieg wurde Kuwait befreit - und viel „Porzellan zerschlagen“. Dass die Situation im Mittleren Osten heute so verfahren ist, erklärt sich aus den Irrungen der Vergangenheit. Als am 24. Februar 1991 alliierte Truppen in der Stärke von mehreren hunderttausend Mann auf einer Frontbreite von über 300 Kilometern die Grenze zum Irak...

GESCHICHT

Schlüsselfiguren der Politik der Dreißigerjahre: Albert Wehrer

Wehrer, geboren 1895, war der Sohn eines „Besitzers“. In Jugendjahren hatte er als Mitglied der „Nationalunio’n“ nationalistischem Gedankengut angehangen und sich dabei anscheinend auch nicht an den antisemitischen Äußerungen dieses Vereins gestört. Ab 1919 taucht sein Name auch in den Spalten der Zeitung „D’Natio’n“ auf. Kurze Zeit später...

GESCHICHT

Schlüsselfiguren der Politik der Dreißigerjahre: Pierre Krier

Pierre Krier, Jahrgang 1885, war eine der zentralen Figuren der Gewerkschaftsbewegung und der Arbeiter-Partei. Zunächst eher dem linken Flügel zugehörig, zeigte der Eisenbahner bereits bei der Spaltung zwischen Sozialdemokratie und kommunistischer Partei eine Neigung, zum moderaten Realpolitiker zu werden. Dass es in der Arbeiter-Partei in den...

GESCHICHT

Schlüsselfiguren der Politik der Dreißigerjahre: Joseph Bech

Bech, Jahrgang 1887, Rechtsanwalt, stammte aus einer wirtschaftsbürgerlichen Familie, die von Diekirch an die Mosel umgezogen war. Noch unter dem Zensuswahlrecht errang er zum ersten Mal ein Abgeordnetenmandat. Wirtschaftsliberal und politisch konservativ, wurde Bech 1921 Unterrichtsminister, dann im Anschluss an die gescheiterte...

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Geschicht: Schlüsselfiguren der Politik der Dreißigerjahre

Von 1926 an wurde Luxemburg von einer rechtsliberalen, ab November 1937 von einer rechtssozialistischen Koalition geführt; in beiden Zusammenschlüssen dominierte die Rechtspartei. Personell bestand eine Kontinuität, die vom Tandem Bech-Dupong bestimmt wurde. Als die Arbeiterpartei Ende 1937 in die Regierung eintrat, befand sie sich in der...

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Schlüsselfiguren der Politik der Dreißigerjahre: Pierre Dupong

Pierre Dupong, 1885 geboren und zunächst ebenfalls Rechtsanwalt, war einer der Begründer der Rechts-Partei. Auch er wurde noch im Ersten Weltkrieg Abgeordneter und war ab 1926 in der Bech-Regierung Finanz- und Arbeitsminister. Pierre Dupong wird gegenüber Bech oft als Vertreter eines christlich-sozialen, arbeiterfreundlichen Flügels der...

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Schlüsselfiguren der Politik der Dreißigerjahre: René Blum

Eine der ambivalentesten Figuren war der 1889 geborene, aus wirtschaftbürgerlichem Elternhaus stammende Sozialist René Blum, von Beruf ursprünglich Rechtsanwalt. Ab 1911 gehörte er für einige Zeit der nationalistischen Organisation „Letzeburger Nationalunio’n“ an. Der Politikwissenschaftler Adrien Thomas hat darauf hingewiesen, dass er damals...