CETA: Und sie bestimmen doch!

von | 11.07.2016

Die nationalen Parlamente werden nun doch über das CETA-Abkommen mit Kanada abstimmen. Die EU-Kommission hat sich zu diesem Verfahren durchgerungen, nach dem sie noch vor einer Woche das Abkommen als reine EU-Sache eingestuft hatte (woxx 1378). Diese Ankündigung hatte einen europaweiten Sturm der Entrüstung ausgelöst – sogar der eigentlich Freihandels-freundliche Premier Xavier Bettel hatte gegen die Absicht protestiert, die nationalen Parlamente zu übergehen. Nun triumphiert seine Partie, die DP, in einer „Juncker gibt endlich nach!“ überschriebenen Pressemitteilung. Auch die Grünen begrüßen die Kehrwende der Kommission, bedauern aber die „provisorische Anwendung der reinen EU-Teile“ von CETA. Das Kommuniqué von „Stop TTIP“ gibt sich kritischer: Das Abkommen vorzeitig in Kraft treten zu lassen, sei „zutiefst undemokratisch“. Und Déi Lénk geht davon aus, dass das gesamte Abkommen gleich nach der Abstimmung des Europaparlaments in Kraft tritt. Eigentlich sei Bettels Kritik an der Kommission nur ein „Scheingefecht“ gewesen. Jedenfalls scheint es alle Akteure vom Inhalt der Chamber-Motion vom 7. Juni abzulenken. Zwar ist mit der Kehrtwende der Kommission der Anspruch erfüllt, die nationalen Parlamente mitbestimmen zu lassen. Doch zur Erfüllung der Forderung nach einem strengeren Rahmen für die Schiedsgerichte trägt sie nichts bei. Logischerweise müsste Luxemburg beim entscheidenden Votum über CETA sein Veto einlegen.

Dat kéint Iech och interesséieren

NEWS

Neue Gentechnik-Regeln in der EU

Am vergangenen Mittwoch stimmte das EU-Parlament für eine Schwächung der Regeln zur Gentechnik. Sogenannte „neue genomische Techniken“ (NGT) – allen voran die „Genschere“ Crispr-Cas – fallen demnach nicht mehr unter die strengen Kennzeichnungspflichten, die für „traditionelle“ Gentechnik bestehen. Das Argument, das Industrie, Kommission und am...

NEWS

Acier : gros profits et petites ambitions climatiques

Ils sont favorables aux objectifs de réduction des émissions de CO2 de l’UE et ils y ont beaucoup investi, disent-ils. Mais maintenant, cela leur coûte trop : ArcelorMittal, Voestalpine et Thyssenkrupp Steel ont uni leur plume cette semaine pour lancer « un appel commun en faveur d’une réforme urgente et pragmatique du système communautaire...

NEWS

Reegelwierk fir d’Liicht Sprooch

Leschten Dënschdeg huet den Zenter fir d’Lëtzebuerger Sprooch (ZLS) seng éischt Broschür fir d’Liicht Sprooch Lëtzebuergesch mat Reegelen a Recommandatioune fir eng inklusiv Kommunikatioun ouni sproochlech Barriäre publizéiert. De Kulturminister Eric Thill bezeechent d’Liicht Sprooch am Pressecommuniqué als e „konkreete Schrëtt a Richtung méi...

NEWS

Jahresbericht des CELPL: Neue Aufgaben

Der CELPL, Luxemburgs externe Kontrollinstanz für Orte des Freiheits- entzugs, hat seinen Jahresbericht 2025 vorgestellt. Neben Mängeln in Gefängnissen und psychiatrischen Einrichtungen kündigt er darin für dieses Jahr eine Erweiterung des Mandats an.