CNS: Sorgenkinder und nackte Zahlen

von | 16.08.2019

Die Caisse nationale de santé (CNS) hat ihren Jahresbericht 2018 vorgelegt. Eine der am meisten thematisierten Neuerungen im Gesundheitswesen dürfte die Einführung der Reform der Pflegeversicherung gewesen sein, die nach einer Überarbeitung im September 2018 in Kraft trat. Die CNS spricht in ihrem Bericht von den „vives discussions“, die die Reform bereits während der Projektphase begleiteten. Stress gab es auch mit der Association de médecins et médecins-dentistes Luxembourg (AMMD), unter anderem in Bezug auf die Nomenklatur. Die AMMD übte wiederholt scharfe Kritik an der CNS und der Regierung. Zwar gab es in puncto Nomenklatur Erfolge in der „chirurgie digestive“ und der „chirurgie des prothèses orthopédiques“, doch bedauert die CNS, dass die Arbeit an anderen Dossiers aufgrund politischer Unstimmigkeiten gestoppt wurde. Nicht von der CNS genannt, aber zwei weitere Baustellen in dem Rahmen: die Bereiche der Psychotherapie und der Osteopathie. Im Hinblick auf das ewige Sorgenkind „Notdienste“ wurde 2018 ein Aktionsplan erarbeitet. Darüber hinaus liefert der Bericht Zahlen: Die CNS erstattete 2018 fast fünf Millionen Rechnungen zurück (4,9 Prozent mehr als 2017) und bearbeitete 768.799 Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen. Das sind aufgerundet satte 16 Prozent mehr als noch 2017.

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