Dubai-Pavillon: günstig und sauber, oder?

Auf peinliche Fragen zu Kosten und Kohärenz der Luxemburger Teilnahme an der Expo 2020 haben die Zuständigen mit einer Pressekonferenz reagiert.

Luxembourg Pavilion: outdoor cut – © METAFORM architects

Antworten auf brennende Fragen gab es bei der Pressekonferenz zur Expo 2020 in Dubai am Dienstag. Bessere Antworten jedenfalls als auf die jüngste Question parlementaire zum Thema (woxx 1532). Die 32 Millionen Euro, die für den Pavillon eingeplant sind, wurden von Maggy Nagel, Kommissarin des Groupement d’intérêt économique (GIE) zur Luxemburger Teilnahme, als „prozentual nicht teurer als Shanghai“ gerechtfertigt. Das Niveau der Gestehungspreise sei eben höher – dreimal höher, würde das heißen, verglichen mit den neun Millionen von 2010.

Dass ein Teil des Geldes von Sponsor*innen kommt, heißt allerdings nicht, dass es hiervon viele gibt: Mehr als vier Fünftel der bisher gesammelten 8,7 Millionen kommen von den bereits 2016 präsentierten institutionellen Partnerinnen Chambre de commerce, Post und SES. Diese Informationen findet man auf der runderneuerten Homepage des GIE, über deren Trostlosigkeit wir noch vor zwei Wochen gelästert hatten.

Millionen und Menschenrechte

Informationen über die Lage der Menschenrechte in den Vereinigten Arabischen Emiraten findet man dort allerdings immer noch nicht. Zwar versicherte Marc Scheer, Generalsekretär des GIE, die dortigen staatlichen Stellen seien sich des Problems bewusst und sorgten mittels einer Charta für korrekte Arbeitsbedingungen bei der gesamten Expo 2020. Das mag stimmen, dient aber vor allem dazu, das Image der Expo aufzupolieren, nicht aber die allgemeine Lage der Menschenrechte vor Ort zu verbessern.

Auf den Aspekt Nachhaltigkeit – eines der Themen dieser Weltausstellung – werden wir in einem weiteren Beitrag eingehen.

 


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