Technisch gelungen und humorvoll zugleich ist das Cover der Juni-Ausgabe der Zeitschrift Forum: das leicht verfremdete Konterfei des Außenministers in Verbindung mit dem Dossier-Titel „Global Player“. Thema ist nämlich die Außenpolitik, und gleich der erste Beitrag ist dem „Phänomen Jean Asselborn“ gewidmet. Ein zweiter geht dann – noblesse oblige – auf die Rolle des Großherzogs ein. Die Sicht von Diplomaten, Managern und sogar Künstlern auf die Außenpolitik wird ebenfalls vorgestellt. Als einer der wenigen Beiträge, die grundsätzliche Fragen ansprechen, sei das Interview mit dem Politikwissenschaftler Sebastian Wolf hervorgehoben. Die Redaktion verweist auf Dossiers zu ähnlichen Themen, hat dabei aber wohl Claude Weys weitsichtigen Beitrag zum Norwegischen Modell in der Nummer 189 übersehen. Neben dem Dossier bezieht die Redaktion auch kurz – und wenig selbstkritisch – Stellung zum Ausgang des Referendums. Selbstkritischer sind da schon die Überlegungen des LSAP-Politikers Régis Moes zur Krise seiner Partei – trotz seiner verwirrenden Schlussfolgerungen absolut lesenswert. Lesenswert auch – wie jedes Jahr – Viviane Thills Bericht vom Festival de Cannes – angesichts des Mittelmaßes der ausgewählten Filme diesmal mit ein paar Geheimtipps.
Social : L’accalmie… pour l’instant
Le climat social s’est apaisé avec la nomination de Marc Spautz au ministère du Travail. Représentant l’aile sociale du CSV, il veut restaurer le dialogue entre partenaires sociaux. Mais le thermomètre pourrait grimper sur la question du salaire minimum et surtout sur l’organisation du temps de travail, syndicats et patronat défendant des...

