Fußball in Propaganda, Krieg und Revolution

von | 04.06.2021

Der Sportjournalist Ronny Blaschke beschreibt in seinem Buch „Machtspieler“, wie die Politik den Fußball instrumentalisiert. In der woxx gibt es bald eine Rezension des Buches zu lesen. Hier vorab ein Veranstaltungstipp.

Foto: Copyright European Union, 2021

Begleitet von Kritik beginnt am 11. Juni mit einem Jahr Verspätung die Fußball-Europameisterschaft. Derzeit geht es vor allem um denn Sinn eines solchen Turniers mitten in der Coronapandemie. Doch es gibt auch sonst jede Menge an den Rahmenbedingungen des publikumswirksamen Sports auszusetzen. Die Menschenrechtslage in Katar, wo im kommendem Jahr der Weltcup stattfinden soll, stellt dabei nur die Spitze des Eisbergs dar. Einer der profiliertesten Kritiker im deutschsprachigen Raum ist der Sportjournalist Ronny Blaschke. Vor kurzem hat er das Buch „Machtspieler – Fußball in Propaganda, Krieg und Revolution“ veröffentlicht. Darin stellt er dar, wie Politik den Fußball instrumentalisiert. „Über den Fußball zu globaler Reichweite“, schreibt dazu sein Verlag: „Vereinsinvestoren aus China, Russland und den Golfstaaten sichern ihren Regierungen wirtschaftlichen Einfluss in Europa. Ob einst in Jugoslawien, später in der Ukraine und in der arabischen Welt: Ultras kämpfen in Revolutionen an vorderster Front – und ziehen sogar in den Krieg.“ Unser Bücherwurm Bustos Domecq hat das Resultat von Blaschkes Recherche, die vier Kontinente umspannt, gelesen. Pünktlich zum Start der Fußball-EM wird er der woxx-Leserschaft in der Ausgabe 1637 verraten, ob das Buch hält, was es verspricht. Wer so lange nicht warten will, kann Ronny Blaschke schon am kommenden Montag, den 7. Juni auf einer vom Stuttgarter „Hospitalhof“ organisierten Online-Veranstaltung erleben, wo der Journalist zum Thema seines Buches spricht. Der Vortrag beginnt um 19 Uhr; eine vorherige Anmeldung ist nötig.

Dat kéint Iech och interesséieren

PODCAST

Am Bistro mat der woxx #375 – Wéi hëtze mir an der Zukunft?

All Woch bitt d’woxx Iech an hirem Podcast en Abléck an hir journalistesch Aarbecht a beliicht d’Hannergrënn vun engem Artikel. Gas a Masutt ginn de Moment erëm méi deier, well Krich am noen Osten ass. Dat wier nieft dem Klimaschutz e weidere Grond, fir esou séier wéi méiglech op aner Methode fir ze Hëtzen ëmzeklammen. Bis 2050 wëll Lëtzebuerg...

INTERGLOBAL

Aserbaidschan: Freischein im Tausch gegen Öl

Aserbaidschans Präsident Ilham Alijew ist im westlichen Europa ein gerngesehener Geschäftspartner. Zwar ist es in seinem Land um Pressefreiheit und Menschenrechte überaus schlecht bestellt, doch Rohstoffimporte aus Aserbaidschan könnten die aus Russland teilweise ersetzen.