In Luxemburg war während der Ausgangsbeschränkungen kein Anstieg von Fällen häuslicher Gewalt zu verzeichnen. Weder bei den Polizeieinsätzen noch den Wegweisungen habe es Auffälligkeiten gegeben, so Gleichstellungsministerin Taina Bofferding am Mittwoch im Rahmen einer Pressekonferenz. Wie Laurent Seck, Vertreter der Staatsanwaltschaft, präzisierte, hat auch die Gravität der Fälle nicht zugenommen. Die Hotline, die Riicht Eraus – Sevice de consultation et d’aide pour auteurs de violence zu Beginn der Ausgangsbeschränkungen eingerichtet hatte, wurde nur wenig beansprucht. Dennoch soll sie beibehalten werden, so Vertreterin Laurence Bouquet. Sowohl Riicht Eraus als auch der Service d’assistance aux victimes de violence domestique (Savvd) bieten mittlerweile wieder physische Termine an. Einen negativen Einfluss hatte die Pandemie dann doch: Wie Olga Strasser vom Service d‘assistance aux victimes de violence domestique (Savvd) berichtete, hätten finanzielle Sorgen und Jobunsicherheiten es den Opfern noch schwerer gemacht als sonst, Entscheidungen zu treffen. Neben den letzten drei Monaten wurde am Mittwoch zudem der Bericht 2019 vorgestellt. Diesem zufolge war in puncto häuslicher Gewalt ein Anstieg von 14 Prozent gegenüber 2018 festzustellen. In einer interministeriellen Arbeitsgruppe wird zurzeit unter anderem über notwendige Nachbesserungen im Strafrecht diskutiert. Ergänzungen sind vor allem wegen der stark angestiegenen Cybergewalt notwendig.
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Der „Mouvement écologique“ (Méco) kritisiert abermals das geplante Rechenzentrum von „Google“ in Bissen. Der US-Konzern firmiert in Luxemburg unter dem Namen „London Bridge“. Unter diesem Namen sind auch die Ergebnisse der Umweltverträglichkeitsprüfung auf der Website des Umweltministeriums veröffentlicht worden. Die NGO wertet das als Zeichen...

