Am Mittwoch wurde ein neues Netz von Messstationen in Betrieb genommen, mit dem die Luftqualität in Luxemburg überwacht werden soll. 98 Stationen in 36 Gemeinden messen fortan den Gehalt von Stickstoffdioxid (NO2) in der Luft. Im Gegensatz zu dem bestehenden Überwachungsnetz, das mit aufwändiger Technik Stundenwerte misst, werden beim Projekt „Besser Loft fir méi Liewensqualitéit“ Passivsammler eingesetzt. Dabei handelt es sich um Plastikröhrchen, die alle zwei Wochen ersetzt werden müssen. Die Daten sind nach einer Laboranalyse verfügbar. Im April wird evaluiert, an welchen Standorten es erforderlich ist, weiterhin Messungen durchzuführen. Danach sollen nur noch 36 Stationen betrieben werden, um den Aufwand zu reduzieren und redundante Messungen zu vermeiden. Initiiert wurde das Projekt vom Umweltministerium in Zusammenarbeit mit Myenergy im Rahmen des „Klimapakts Loftqualitéit“. Mit den Messdaten sollen die Gemeinden motiviert werden, Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität zu ergreifen. Andere Luftschadstoffe wie beispielsweise bodennahes Ozon oder Feinstaub werden von dem Messprojekt nicht erfasst. Die vorhandenen staatlichen Messstationen reichten zur Erfassung aus, erklärte Umweltstaatssekretär Camille Gira bei der Präsentation des Projekts.
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