Neues Pilotprojekt: Impfen in der „Fixerstuff“

von | 01.04.2021

Um der schleichenden Impfkampagne etwas Pep zu injizieren präsentierten heute das Gesundheits- und das Familienministerium gemeinsam mit der HRS-Krankenhausgruppe ein Projekt, das gleichzeitig den sozialen Zusammenhang stärken soll. 

(Pixabay)

„Synergien suchen in schwierigen Zeiten verlangt auch mal ‚Out of the Box‘ zu denken und neue, innovative Lösungen zu sammeln“, so Familienministerin Corinne Cahen bei der heutigen Pressekonferenz, bei der das Projekt „VaccAbrigado“ vorgestellt wurde. Gesundheitsministerin Paulette Lenert freute sich ihrerseits über die Zusammenarbeit zwischen den Klient*innen des Drogenkonsumraums und der impfwilligen Bevölkerung: „Drogensüchtig zu sein, heißt nicht über keine Kompetenzen zu verfügen – im Gegenteil, der langjährige Umgang mit Spritzen ist eine Kernkompetenz die jetzt bitter benötigt wird. Außerdem können so Vorurteile überwunden werden, da die Impfkandidaten so erkennen können, dass hinter den schweren Schicksalen der Drogensüchtigen auch Menschen mit Fähigkeiten stecken.“

Angefangen hat das Projekt bereits seit über einem Monat, unter Ausschluss der Öffentlichkeit, da man sich nicht sicher sein konnte, ob genug Abrigado-Klient*innen bereit wären, sich zu Impfdienst-Mitarbeiter*innen ausbilden zu lassen. „Doch es kamen viel mehr als wir erwartet hatten“, erklärte Ministerin Cahen, „Wir sind heute stolz darauf mehr als 30 Mitarbeiter*innen im VaccAbrigado zu haben.“

Die Ausbildung der neuen Mitarbeiter*innen übernahm die HRS-Krankenhausgruppe, und das sogar kostenlos. Geschult wurde in Tages- und Nachtschichten, um sich den Gewohnheiten der Abrigado-Klientel anzupassen. Hinter vorgehaltener Hand wurde der woxx berichtet, dass die Motivation für dieses Projekt von ganz oben kam – von Verwaltungsratspräsident Jean-Louis Schiltz höchstpersönlich: „Es scheint so, als wolle er sich ein bisschen zurückkaufen, nachdem das mit seiner Impfung bekannt wurde“, so die anonyme Quelle.

Jedenfalls können sich Interessent*innen die sich in dieses Programm eintragen lassen wollen, beim Familienministerium melden – dort erhalten sie einen Bon, mit dem sie sich gratis in der Fixerstube impfen lassen können. Um die Attraktivität noch zu steigern, sind die Impfungen für jede*n offen, egal welcher Altersklasse sie oder er angehört: „Es geht uns darum jedem die Möglichkeit zu geben sich gleichzeitig impfen zu lassen und neue zwischenmenschliche Erfahrungen zu sammeln“, so Corinne Cahen abschließend.

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