ÖPNV: Billig ist nicht gratis

von | 08.02.2016

Vor wenigen Jahren brachte sogar Jean-Claude Juncker den Nulltarif für öffentliche Verkehrsmittel in die Diskussion. Als Gegenleistung sollten die Gewerkschaften sich einverstanden erklären, Benzin und Diesel aus dem Indexwarenkorb herauszunehmen. Taschenspielertrick hin oder her: Wäre Erdöl nicht mehr im Index, hätte es gleich mehrere Tranchen zusätzlich gegeben. Und für Busse und Bahnen zahlen wir immer noch. „Domm gaangen“. Aber die Idee des Nulltarifs machte ihren Weg. Unlängst wurde darüber im hauptstädtischen Gemeinderat debattiert, wo man zur Schlussfolgerung kam, die Stadt könne als Mitglied des Verkehrsverbundes nicht einseitig den Nulltarif einführen. Worauf ein linker Abgeordneter beim grünen Transportminister anfragte, wann er denn gedenke den Nulltarif einzuführen. Die Antwort: So etwas sei derzeit nicht vorgesehen; für die verstärkte Nutzung der Busse und der Bahnen sei vor allem deren Attraktivität und weniger der Preis auschlaggebend. Dennoch verweist der Minister auf die attraktiven Preise des ÖPNV im Vergleich zum Privatauto. Diese decken folglich auch nur einen Bruchteil der Kosten. Damit wäre der Nulltarif eigentlich erschwinglich. Höchste Zeit also, den praktischen Nutzen des Nulltarifs zu evaluieren: Entfallen von Kontrollen und teuren Entwertungssystemen; Attraktivität für Spontan-NutzerInnen und für Linien-AbonnentInnen, von gewohnten Pfaden abzuweichen, ohne sich Gedanken über ein (Extra)-Ticket machen zu müssen.

Dat kéint Iech och interesséieren

NEWS

Bardella : retour à la matrice antisémite

C’est la bombe politique de la semaine en France : Mediapart a exhumé des écrits antisémites du président du RN, Jordan Bardella, lorsque celui-ci entamait sa fulgurante ascension au sein du parti lepéniste, il y a un peu plus d’une dizaine d’années. « Toutes les banques sont détenus (sic) par des juifs », écrit-il par exemple, faute...

NEWS

Logement : des ménages pour qui tout va bien

« Les bailleurs sont fortement surreprésentés parmi les ménages les plus aisés : ils constituent une part importante des ménages à hauts revenus et la majorité des hauts patrimoines », conclut une note du ministère du Logement, publiée ce 28 septembre. Consacrée au profil des ménages bailleurs au Luxembourg, l’étude évalue qu’« entre 30.000 et...

NEWS

Richtung 22 und frEsch gehen vor Gericht

Kommende Woche startet ein Gerichtsprozess zwischen dem Künstler*innenkollektiv „Richtung 22“ und der „frEsch asbl”. Letzteres ist der Verein, über den die Gemeinde Esch einige ihrer Aktivitäten im Kulturbereich abwickelt. Ab dem 8. Oktober wird darüber verhandelt, ob Richtung 22 im „Batîment 4“ bleiben darf. Seit 2024 gibt es zwischen den...