OGBL: Heißer November

von | 28.09.2015

Der OGBL verlangt ein Ende des Sozialabbaus und droht der Regierung mit gewerkschaftlichen Aktionen im November. Dies ließ Gewerkschaftspräsident André Roeltgen auf einer Sitzung des OGBL-Nationalvorstands verlauten. Bei einem Wirtschaftswachstum von voraussichtlich über vier Prozent seien weitere Verschlechterungen der Arbeits- und Lebensbedingungen schlichtweg nicht hinzunehmen. Unter dem Motto „E Sozialpak fir Lëtzebuerg“ will die Gewerkschaft nun Druck für eine Überprüfung des „Zukunftspak“ machen. Wie es scheint, läuft sie sich bereits für die anstehende Debatte zur Steuerreform warm: Man sei gänzlich gegen eine Senkung der Steuerlast für Betriebe, wie sie der Regierung vorschwebe, heißt es beim OGBL. Statt die Betriebe zu begünstigen, müssten die unteren Einkommen steuerlich entlastet werden. Außerdem fordert die Gewerkschaft eine Arbeitszeitverkürzung in Form einer sechsten Urlaubswoche. Auch das kürzlich reformierte Kindergeld soll ab 2016 angehoben werden. Um diese Forderungen zu unterstreichen, will der OGBL ab Mitte November gewerkschaftliche Aktionen in die Wege leiten. Dass die größte Gewerkschaft gerade jetzt, wo die Regierung von der EU-Ratspräsidentschaft voll in Anspruch genommen ist, ihre Mitglieder mobilisiert, dürfte kein Zufall sein.

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