Op lëtzebuergesch, wannechgelift?

von | 26.08.2021

Der ADR-Abgeordnete Fred Keup fragt nach der Notwendigkeit von Luxemburgisch-Kenntnissen im öffentlichen und subventionierten Bereich, der Arbeitsminister Dan Kersch liefert Zahlen: Im ersten Semester 2021 war Luxemburgisch in 98 Prozent der Stellenangebote in der öffentlichen Verwaltung und in 94 Prozent der Ausschreibungen im subventionierten Sektor Einstellungsvoraussetzung. Insgesamt wurden der Adem im betreffenden Zeitraum 20.000 freie Stellen gemeldet. Alle Sektoren zusammengenommen, verlangten 35 Prozent der Arbeitgeber*innen Kenntnisse im Luxemburgischen. Am gefragtesten war Französisch mit 82 Prozent, gefolgt von Englisch (60 Prozent) und Deutsch (46 Prozent). In 67,5 Prozent der Fälle wurde Mehrsprachigkeit gefordert. Es ist das zweite Mal binnen weniger Wochen, dass sich Fred Keup in einer parlamentarischen Anfrage nach den in den Stellenangeboten der Adem verlangten Sprachkenntnissen erkundigt. Auslöser war seine Annahme, die Adem rate Jobsuchenden davon ab, Luxemburgisch zu lernen. Kersch widersprach Keup und gab an, die Adem vermittele sogar Luxemburgisch-Kurse zu reduzierten Preisen. Interessierte Arbeitssuchende erhalten hierfür einen Gutschein. In den letzten drei Schuljahren wurden 7.000 ausgestellt und deren 3.391 eingelöst.

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