Eine europaweite Analyse der NGO „Pan Europe“ hat Pestizidrückstände in 93 Prozent der getesteten Äpfel gefunden. Insgesamt wurden 59 Proben aus 13 Ländern entnommen, darunter auch von drei Äpfel aus konventionellem Anbau in Luxemburg. Die Mehrheit enthielt dabei Rückstände mehrerer Pflanzenschutzmittel. Hier ist das Großherzogtum laut dem am Donnerstag veröffentlichten Bericht EU-Spitzenreiter: Mit bis zu sieben verschiedenen Insektiziden und Fungiziden sei ein in Luxemburg angebauter Apfel belastet, darunter auch mit dem Antipilzmittel „Captan“, das unter dem Verdacht steht, krebserregend zu sein und dem PFAS-Pestizid „Fludioxonil“, das als giftig für die menschliche Leber und Niere gilt. Dies „weist auf eine kumulative Exposition hin, deren Auswirkungen jedoch noch nicht genau bekannt sind“, so Martine Dermine von Pan Europe auf einer Pressekonferenz. Doch damit nicht genug: 36 Prozent der Proben seien mit nervenschädigenden Mitteln belastet. Auch hier sind die luxemburgischen Äpfel betroffen, weshalb der „Mouvement écologique“, der die Proben beisteuerte, von einem „Cocktail von Schadstoffen“ spricht. In einem Presseschreiben erinnert die NGO an die verschiedenen Studien der letzten Jahren, die PFAS- und Pestizidrückstände in einer Reihe von Lebensmitteln und in Gewässern hierzulande fanden. „Wie viele gesundheitsschädliche Giftstoffe müssen wir noch tagtäglich durch unser Essen zu uns nehmen, bis die Regierung endlich handelt?”, fragt der Méco und fordert „konkrete Maßnahmen“. So müsse die Regierung unbedingt den Bio-Anbau fördern und sich klar gegen einen neuen Omnibus-Vorschlag der EU-Kommission positionieren. Diese plant, die regelmäßigen EU-weiten Risikobewertungen für Pestizide abzuschaffen.
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Dans son premier roman, Enfanter une étoile qui danse, Amélie Vrla pose un regard singulier sur l’expérience de grossesse.

