LuxFilmFest: Pájaros de Verano

Als der Cannabis-Handel Ende der 1960er Kolumbien erreicht, zieht er eine Welle der Gewalt mit sich, die ganze Familien zerstört. „Pájaros de Verano (Birds of Passage)“ ist aber kein gewöhnlicher Film über kriminelle Clans.

Wer an Kolumbien und Drogen denkt, denkt vermutlich sofort an den Anbau und Handel mit Kokain. Allerdings war Ende der 1960er, als die Hippiekultur in den USA ihren Höhepunkt erreichte, eher Cannabis sehr gefragt. Rapayet (José Acosta), ein Angehöriger des indigenen Volkes der Wayuu, entdeckt den Cannabishandel als einträgliche Einnahmequelle. Diese benötigt er auch, denn er will Zaida (Natalia Reyes) heiraten und muss dafür eine Mitgift bezahlen. mehr lesen / lire plus “LuxFilmFest: Pájaros de Verano”

„Sicherheit ist nun mein Job“

Von der Guerilla zum Bodyguard: Einstige Farc-Mitglieder sollen künftig linke Politiker, Journalisten und Gewerkschafter schützen. Ein Besuch im Ausbildungs-Camp, wo auch viele Frauen die Kurse durchlaufen.

In ihrem neuen Job als Personenschützerin nicht weniger fokussiert als während ihrer Zeit bei der Guerilla Farc: die ehemalige Guerillera Erika Tovar López. (Foto: Knut Henkel)

Fast 20 Jahre lang war Erika Tovar López als Guerillera der Farc in den Bergen Kolumbiens im Einsatz. Nach dem Friedensabkommen mit der Regierung drückt sie nun wieder die Schulbank: „Hier durchlaufen wir eine Ausbildung, um unsere Schutzperson zu verteidigen. Beim Farc-Training in den Bergen absolvierten wir hingegen eine Kampfausbildung. mehr lesen / lire plus “„Sicherheit ist nun mein Job“”

„In Kolumbien haben wir keine Zukunft“

Ein Jahr ist es her, dass die kolumbianische Regierung ein Friedensabkommen mit der Guerilla Farc unterzeichnet hat. Doch die brutale Repression gegen Kokabauern gefährdet den brüchigen Frieden. Angesichts der mafiaartigen Praktiken der Paramilitärs hält der Staat hingegen still – Gründe dafür sind Angst und Korruption.

Auf der Flucht: die ehemalige kolumbianische Staatsanwältin María Nancy Ardila. (Foto: Knut Henkel)

Staatsanwältin María Nancy Ardila hat lediglich ihren Job gemacht – und das haben bereits zwei ihrer Familienmitglieder mit dem Leben bezahlt. Im Süden Kolumbiens  hatte sie, beinahe zufällig, stockende Ermittlungen gegen eine paramilitärische Bande wieder aufgenommen, die in der Region Caicedonia den Drogenhandel kontrolliert. mehr lesen / lire plus “„In Kolumbien haben wir keine Zukunft“”