Surf- und Yogacamp: Glück aus der Tupperdose

Im veganen Surf- und Yogacamp in Moliets-et-Maâ freut man sich aufs Resteessen und verfällt nach einer Nasenspülung in Euphorie. Ein kurzer Reisebericht.

Das vegane Surf- und Yogacamp in Moliets-et-Maâ liefert eine umweltbewusste Alternative zu den herkömmlichen Camps der Region. (Foto: Isabel Spigarelli)

„Massentierhaltung“, grölen zwei junge Männerstimmen nachts, „lecker Schweinefleisch!“ Sie brechen in schallendes Gelächter aus. Eine Veganerin zieht sich in ihrem Zelt unter Pinienbäumen in Moliets-et-Maâ die Decke über den Kopf und schmunzelt. Sie hatte früher mit einem flachen Anti-Veganismus-Kommentar gerechnet. Sie denkt an die Holzbuchstaben, die im Schein einer Lichterkette am Eingang zum veganen Surf- und Yogacamp an der französischen Atlantikküste baumeln. mehr lesen / lire plus

Wirtschaftsministerium gibt (wenig) Erklärungen zum Tourismus-Projekt in Weiswampach

Nach drei Monaten antwortet Etienne Schneider auf eine parlamentarische Anfrage zum Projekt „Suneo Park“ in Weiswampach. Seine Antworten verraten jedoch wenig Neues.

Der künftige „Fun Park“ in Weiswampach nach der Vision von Lamy. Grafik: Groupe Lamy.

Seit September sollten die Arbeiten am ersten luxemburgischen Feriendorf „Suneo Park“ bereits laufen. Das hatten die Betreiberfirma Lamy und Staatssekretärin Francine Closener Ende Juni in einer Pressekonferenz angekündigt. Damals war ein zu „100 Prozent ökologisches“ Feriendorf angekündigt worden, was sich bei genauerer Betrachtung jedoch eher als Greenwashing herausstellte. Bisher ist an den beiden künstlichen Seen bei Weiswampach jedoch noch nichts passiert.

Bereits im August war weitere Kritik am Projekt laut geworden, als der Vertrag zwischen der Gemeinde und Lamy öffentlich wurde, worüber die woxx ausführlich berichtete (woxx 1490). mehr lesen / lire plus

Tourismus
: Stress am See


Als „Ökotourismus“ angekündigt, nun als „Privatisierung der Natur“ verschrien: Das Hotelprojekt in Weiswampach wird zum Politikum im Norden.

Luxus-Hotelanlage statt Campingplatz: So soll 
„Suneo Park“ in Weiswampach aussehen. (Fotos: Groupe Lamy)

Badeseen sind eine Seltenheit in Luxemburg – neben dem „Stau“ gibt es nur zwei andere Gewässer, die zum Wassersport einladen. Die beiden künstlichen Seen in Weiswampach erfreuen sich demnach großer Beliebtheit zum Schwimmen, Tretbootfahren oder zum Angeln. Bald soll hier ein großes Tourismusprojekt mit Hotel, Feriendorf und Freizeitaktivitäten entstehen. Doch in Weiswampach gehen die Wogen hoch, denn gegen das Projekt regt sich Widerstand.

„Suneo Park Luxembourg“ wäre das erste Feriendorf im Großherzogtum und würde nicht nur den bestehenden Campingplatz vertreiben, sondern auch den Zugang zum See und seiner Umgebung in gewisser Weise privatisieren. mehr lesen / lire plus

Tourismus: Greenwashing in Weiswampach

Ein „100 Prozent ökologisches“ Tourismusprojekt soll in Weiswampach entstehen. Nur, was nachhaltig an dem Feriendorf sein soll, weiß niemand so genau.

„Wir wollen eine strukturiertere und gezieltere Strategie, um Betriebe nach Luxemburg zu bringen. Gerade im Tourismus ist es uns wichtig, nachhaltige Unternehmen anzuziehen. Das Projekt in Weiswampach schreibt sich ein in die Tourismusstrategie, die ich Anfang des Jahres vorgestellt habe.“ Mit diesen Worten eröffnete Staatssekretärin Francine Closener die Pressekonferenz, bei der das zukünftige Feriendorf „Suneo Park Luxembourg“ vorgestellt wurde.

Foto: Lamy Groupe

50 Millionen Euro wird das Projekt kosten, das auf insgesamt 20 Hektar um die beiden künstlichen Seen in Weiswampach, in der Nähe des Dreiländerecks Luxemburg-Deutschland-Belgien an der Nordspitze des Landes, entstehen soll. mehr lesen / lire plus

Tourismus
: Die Massen kommen


Das Bewusstsein für nachhaltiges Reisen ist in den letzten Jahrzehnten stark gestiegen. Aber reicht es, den persönlichen ökologischen Fußabdruck zu reduzieren?

Der Trevi-Brunnen in Rom ist stets gut besucht. Immer wieder kommt es vor, das TouristInnen darin verbotenerweise ihre Füße eintauchen oder gar ganz reinspringen. (Foto: ©Flickr)

Urlaub bringt Erholung, Erlebnisse und Bildung. Was für die Reisenden selbst sowie für die Wirtschaft eine Bereicherung darstellt, wird jedoch zur zunehmenden Belastung für den Planeten. Denn nicht nur die Infrastruktur der Städte und ihre AnwohnerInnen leiden unter den Reiselustigen, der Tourismussektor ist auch für ca. fünf Prozent der weltweiten Kohlendioxidemissionen verantwortlich. Von diesen entfallen etwa 75 Prozent auf den Reiseverkehr und 20 Prozent auf den Betrieb der Hotels. mehr lesen / lire plus