KONZERT: Nach dem Hörsturz die Sintflut

Die Einstürzenden Neubauten sind ruhiger geworden.
Statt Lärmattacken liefert die Berliner Band Soundexperimente am Rande der Hörbarkeit – kommende Woche auch in Luxemburg.

Immer unterwegs: Die Einstürzenden Neubauten auf der Suche nach Esch.

Wie ein gerupfter Vogel sah Blixa Bargeld aus. Die Haare standen ihm zu Berge. Seine Pupillen waren riesig und die Ringe unter den Augen dunkel. Dünn und ungesund blass wirkte der Sänger der Einstürzenden Neubauten, als ich die Band das erste Mal live erlebte, in der Münchner Theaterfabrik Mitte der 80er Jahre.

Bei seinen Auftritten trug Bargeld regelmäßig ein schwarzes Hemd und enge Lederhosen mit einem Gurt, der aussah wie eine Art Keuschheitsgürtel. mehr lesen / lire plus

CHRISTOPHE BARRATIER: Les choristes

Mine de rien, ce petit film sur un internat de garçons des années 40 réussit ce que, ces derniers temps, d’autres projets plus prétentieux ont tendance à rater: il donne chaud au coeur sans succomber à une fadeur sucrée genre Hollywood. Le scénario sans extravagances et le jeu subtil des acteurs, aussi bien adultes qu’adolescents, y sont certainement pour quelque chose.

A l’Utopolis mehr lesen / lire plus

SIDDIQ BARMAK: Das Mädchen Osama

Mit „Osama“ läutet Siddiq Barmak eine neue afghanische Filmära ein.

Demonstrierende Kriegswitwen in den Straßen Kabuls.

„Ich werde verzeihen. Aber ich werde nie vergessen.“ „Osama“, der erste afghanische Spielfilm nach dem Ende des Taliban-Regimes beginnt mit einem Zitat von Nelson Mandela. In dokumentarischen Bildern schildert Siddiq
Barmak die Geschichte eines 12 jährigen Mädchens. Den Namen des Mädchens erfahren wir zuerst nicht. Sie wird später im Film Osama genannt – erst als Junge erhält sie eine Identität, wenn auch notgedrungen eine falsche.

Osama lebt mit Mutter und Großmutter in Kabul. Die Mutter darf nicht mehr als Krankenschwester arbeiten, die Tochter nicht mehr zur Schule, Sohn und Ehemann sind gefallen. mehr lesen / lire plus

ASYL: Der andere Blickwinkel

Schneller und effizienter sollen die Asylverfahren werden. Dies sieht das Gesetzesprojekt von Justizminister Frieden vor. Damit bewegt er sich auf der umstrittenen EU-Linie.

Doch das ist für Luc Frieden weniger entscheidend. Wie schon gesagt: Der luxemburgische Justizminister betrachtet die Asylfrage aus einem anderen Blickwinkel.

Der Justizminister zeigte sich zufrieden. Die Asylpolitik der Luxemburger Regierung bleibe konstant, sagte Luc Frieden am vergangenen Mittwoch gegenüber PressevertreterInnen und präsentierte ein von ihm eingebrachtes Gesetzesprojekt, das kürzere Asylprozeduren bringen soll. Und er betonte wiederholt, dass seine Initiative im Einklang mit dem internationalen Recht stehe.

Gegen beschleunigte Verfahren zur Anerkennung von AsylbewerberInnen ist eigentlich nichts einzuwenden. mehr lesen / lire plus

KLIMASCHUTZ: Der April-Plan

Wie der luxemburgische CO2-Ausstoß um 28 Prozent sinken soll, wurde in einem öffentlichen Hearing vorgestellt: Fünf Prozentpunkte aus eigener Kraft, der Rest auf Kosten anderer.

Hearing kommt von hören. Beim Kyoto-Hearing am vergangenen Mittwoch in der Chamber mussten die VertreterInnen der Zivilgesellschaft während anderthalb Stunden den Ausführungen von Professor Dieter Ewringmann zuhören, bevor sie ihrerseits angehört wurden. Hätte der CO2-Allokationsplan den TeilnehmerInnen im Vorfeld bereits zur Verfügung gestanden, so hätte man sich das Eingangsreferat sparen können – vielleicht hätte auch die Diskussion zwischen NGO-VertreterInnen, PolitikerInnen und Fachleuten stattgefunden, zu der es aus Zeitgründen nicht mehr kam. Vielleicht aber war eine solche Diskussion ja gar nicht erwünscht. mehr lesen / lire plus