ART CONTEMPORAIN: Art mobile cherche domicile fixe

Au bout d’une vingtaine d’années en quête d’espace(s), le Fonds régional d’art contemporain de Lorraine vient de poser ses bagages au „49 Nord 6 Est“. Avant l’inauguration officielle, une visite des lieux s’impose.

„L’art réinvente l’espace qui le contient“: Le Frac Lorraine s’installe dans ses nouveaux locaux.

Investir prisons, jardins publics et usines désaffectées avec un art mobile et vagabond, voilà le défi auquel s’est vu confronté le Fonds régional d’art contemporain de Lorraine lors de sa création en 1984. Dépourvue d’espace d’exposition, l’équipe du Frac Lorraine, avec à sa tête son actuelle directrice Béatrice Josse, s’est retrouvée dans la position inhabituelle de devoir, pendant des années, dénicher des lieux d’exposition qui, à priori, „ne sont pas faits pour montrer de l’art“. mehr lesen / lire plus

BENT HAMER: Kitchen Stories

Mit wenigen Worten und minimalistischen Bildern feinsinnige, tragikomische Geschichten erzählen – das ist die Spezialität des skandinavischen Kinos. Auch „Kitchen Stories“ ist so ein kleines Juwel, dank hervorragender Schauspielerleistungen und einer absurden Versuchsanordnung aus den 1950ern: männliche Junggesellen und ihre Bewegungsabläufe in der nordischen Küche.

Im Utopia mehr lesen / lire plus

PEDRO ALMODOVAR: „Gott ist auf unserer Seite“

Pedro Almodóvar zieht die bedrückende Bilanz einer Kindheit in einem katholischen Jungeninternat.

Athletische Körper stürzen sich kopfüber in türkisblaues Wasser, Augen werden feucht und das Mascara rinnt. Wenn man Pedro Almodóvar eines nicht vorwerfen kann, dann ist es ein Mangel an Wiedererkennungswert. Oftmals scheint es als zeigte der Filmemacher lediglich verschiedene Aspekte einer einzigen Geschichte, außergewöhnlich gerne spielt er mit ähnlichen Motiven und Figuren. Nachdem der spanische Regisseur in seinen früheren Filmen gerne die Freiheit und das wilde Leben der „Movida“ in den 80ern in Szene setzte, widmet er sich in „La Mala Educación“ zum ersten Mal dem Thema Repression und Doppelmoral in Francos Spanien der 60er Jahre. mehr lesen / lire plus

KYOICHI TSUZUKI: Tsuzuki bringt Glück

In kleinen Zimmern stapeln sich die Besitztümer ihrer MieterInnen: Magazine mit den schrillsten Modetrends und vor allem Kleider, Schuhe, Accessoires – alles nur von Top-DesignerInnen. Als „Happy Victims“, glücklich in ihrer Leidenschaft, beschreibt Fotograf Kyoichi Tsuzuki die BewohnerInnen. Mit der gleichnamigen Fotoserie, die zurzeit in der luxemburgischen Hauptstadt und in Düdelingen zu sehen ist, hat er nicht nur ein Stück japanische Kultur geschaffen. Er hat vor allem auch einen Aspekt japanischer Kultur porträtiert: JapanerInnen, die amerikanischer wirken als AmerikanerInnen. Trotz anhaltender Rezession geben sich diese jungen Menschen dem Konsumrausch hin.

Tsuzuki dokumentiert, recherchiert und publiziert: ¬Er ist versessen auf Hermès und hat seine Sammlung mit einer Krawatte begonnen, die er kaufte, als er auf Arbeitssuche ging, damit er nicht wegen seiner Kleidung ausgelacht werde. mehr lesen / lire plus

FOLTER IM IRAK: Logische Eskalation

Die Folterungen irakischer Gefangener durch amerikanische SoldatInnen sind kein Zufall. Ebenso wenig die Hinrichtung eines amerikanischen Zivilisten durch irakische Extremisten.

Wie konnte das geschehen, Mr. Rumsfeld?

„Es genügt einem Menschen, eine Uniform anzuziehen, ihn von seiner Familie zu trennen und die Trommel zu rühren, um ein wildes Tier aus ihm zu machen“, schrieb schon Leo Tolstoi. Aber den hat US-Präsident George W. Bush wohl nie gelesen, sonst hätte er SoldatInnen nicht in einen Krieg für Frieden schicken dürfen.

Geschichtsbücher interessierten die amerikanische Regierung auch nicht, als sie ihre Truppen im März vergangenen Jahres in den Irak entsandten. In diesen lassen sich nämlich genügend Beispiele für Besatzungen finden, die zu brutalen Reaktionen führten: bei britischen Truppen im Kampf gegen die Mau-Mau-Rebellen in Kenia, bei US-Truppen in Vietnam und heute bei der russischen Armee in Tschetschenien. mehr lesen / lire plus

GEHEIMDIENST: Kontrolle nur auf Anfrage

Die Reform des Service de renseignements wird mit viel Misstrauen aufgenommen. Kritikpunkte sind die verstärkte Ausrichtung auf die „innere Sicherheit“ und das Fehlen einer effizienten Kontrolle.

Nellie, die Flugmaschine aus „Man lebt nur zweimal“.

Es ist schon erstaunlich, wie schnell sich das politische Bewusstsein verändert. Zum Beispiel in Sachen Geheimdienst: In den 70er Jahren galt es unter luxemburgischen Linksliberalen und SozialdemokratInnen als schick, für seine Abschaffung zu plädieren. Mittlerweile klingen sogar die Stimmen vom äußersten linken Rand des politischen Spektrums „vernünftiger“: Gefordert werden vor allem strengere Auflagen, eine wirksamere Kontrolle und eine Verschiebung der Reform des Geheimdienstes bis nach den Wahlen. mehr lesen / lire plus