RICHARD GLATZER: Echo Park L.A.

Mit überzeugenden Darstellern thematisiert Richard Glatzer Generations- und Traditionskonflikte der lateinamerikanischen Gemeinschaft in Los Angeles. „Quinceañera“, der 15. Geburtstag, wird dabei zum Wendepunkt in einer Welt, die gespalten ist in Limos und Madonnen, den ersten sexuellen Erfahrungen und den Erwartungen der Eltern. Insgesamt ein sehenswerter Sozialfilm, wobei präzise Milieuschilderungen verhindern, dass der Film ins Melodrama umkippt.

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JULIA LEIJOLA: The Orange Man visits Iceland

Eine nette, kleine Ausstellung ist es, die auf den Besucher oder Flaneur im hauptstädtischen Grund wartet. Die Galerie Underground, die gleichzeitig auch noch Friseursalon und Bistro ist, zeigt Fotografien von Julia Leijola, einer gebürtigen Finnin die sich in die Naturgewalten Islands verliebt hat. „The Orange Man visits Iceland“ zeigt Fotos aus Island, die die Fotografin Anfang 2005 während eines zweimonatigen Trips durch die beeindruckenden Landschaften der Insel schoss. Mit dabei ist immer ihr Freund Walter, der auf fast allen Fotos als der „Orange Man“ posiert. Die Erscheinung im orangenen Gore-Tex-Mantel ist nicht nur als Anekdote oder Witz gemeint. Sie soll Aufschluss geben über die Größenordnung in der sich Mensch und Natur befinden – will heißen: Natur ist groß und Mensch ist klein. mehr lesen / lire plus

KIRCHBERG: An den Menschen vorbei

Seit einem halben Jahrhundert wird versucht, den Kirchberg zu urbanisieren. Der Erfolg lässt auf sich warten.

Als die ersten Ideen für das nord-östlich des Stadtzentrums gelegene „Kirchberg-Plateau“ entwickelt wurden, war Urbanismus vom Reißbrett gerade voll in Mode. Wer kennt sie nicht, die Bilder der neuen Metropolen wie Brasilia – weite, mehrspurige Straßen und breite, funktionale Betonbauten – und vor allem: möglichst wenig Atmosphäre.

Luftaufnahmen des Kirchberg aus jener Zeit zeigen: Auch das behäbige Luxemburg sollte binnen weniger Jahre ins moderne Zeitalter transferiert werden – freiwillig oder gezwungen, das stand damals nicht zur Debatte.

Zumindest in den ersten Jahren gab es noch etwas Hoffnung, dass Luxemburg irgendwann zu „der“ europäischen Hauptstadt mutieren könnte. mehr lesen / lire plus

DROITS POLITIQUES: Difficile démocratie

Citoyenneté pour les uns, double nationalité pour les autres: le cercle Joseph Bech propose d’élargir le cercle des personnes disposant des droits politiques. Mais en fait, il veut créer de nouvelles discriminations.

De vrais Luxos: Frank Engel et Patrick Santer présentent la contribution du cercle Bech au débat sur la nationalité. (photo: Renée Wagener)

„On peut voir les choses de façon plus originale qu’il ne l’a été le cas jusqu’ici.“ De telle manière, Frank Engel a tenté de justifier les positions contradictoires entre le cercle Joseph Bech d’une part, et les ministres d’Etat et de la Justice, d’autre part. Originales, c’est le moins qu’on puisse dire des positions en matière d’introduction de la double nationalité présentées par le club de réflexion proche du parti chrétien-social lors d’une conférence de presse lundi. mehr lesen / lire plus

SCHRIFTSTELLER: Tatort Heidelberg

Provinz mal anders: Der Heidelberger Autor Carlo Schäfer schickt regelmässig sein Ermittlungsteam los um knifflige Fälle in der alten Unistadt zu lösen.

Der Autor und sein Bild: Hier bei einer Lesung in Heidelberg im Mai 2006. (Foto: www.carlo-schaefer.de)

„Man roch den nächsten Regen als eine Ahnung von Metall und Stein in der Luft. Eine graue Wand schob sich neckaraufwärts, als würde die ganze Stadt in eine gigantische Autowaschanlage getrieben. Gegenüber lag das Schloss im Nebel. Ein schönes erstes Bild für einen Fernsehkrimi, aber hier war wirklich jemand tot, und das war erfährungsgemäß nicht unterhaltsam.“ Mit diesen Worten beginnt das erste Kapitel von Carlo Schäfers Roman-Debüt „Im falschen Licht“, dem Auftakt der Krimi-Reihe um Hauptkommissar Johannes Theuer und seinem verschrobenen Team. mehr lesen / lire plus

MICHAEL WINTERBOTTOM: The Road to Guantanamo

The Road to Guantanamo, de Michael Winterbottom est un pamphlet contre l’inhumanité de la „guerre contre le terrorisme“. Il témoigne notamment de l’absurdité même du concept.

Déguisés et dégradés, présumés les terroristes de Guantanamo sont avant tout captifs d’une machine à justifier la politique américaine.

Le plus frappant c’est son sourire et le calme qui l’entourent. Accoudé au comptoir de la buvette de l’Utopia, Ruhel Ahmed pourrait passer pour un skater du coin. Sapé en jogging Adidas et chaussures dernier cri, la majorité des journalistes conviés à l’avant-première du film mettent du temps à identifier en lui un des protagonistes du film qu’ils vont voir. mehr lesen / lire plus