Im Jahr 2018 wurden weltweit mindestens 164 Umwelt- und Landrechteaktivist*innen getötet. Das geht aus einer kürzlich veröffentlichten Studie der NGO „Global Witness“ hervor. Während die Anzahl an Morden in Brasilien seit 2012 kontinuierlich sinkt, steigt sie in Ländern wie den Philippinen (30) oder Guatemala (16) leicht an. Das letztgenannte Land gilt als das für Aktivist*innen gefährlichste. Die meisten Morde gab es auf den Philippinen. Generell gehören die Opfer oft indigenen Bevölkerungsgruppen an und sind Menschen aus der Zivilgesellschaft, die ihren Lebensraum gegen die Ausbeutung durch Industrie und Staat verteidigt haben. Aufgeschlüsselt nach Sektor, traf es vor allem Aktivist*innen im Bereich der Berg- und Abbauindustrie (43), der Agrar- und Ernährungswirtschaft (21) sowie des Wasser- und Dammsektors (17). In 40 Mordfällen soll es Verbindungen zu staatlichen Sicherheitskräften geben. In weiteren 40 Fällen werden private Auftragsmörder*innen und Landbesitzer*innen verdächtigt. Die NGO betont, dass es sich bei den Daten um ungefähre Angaben handelt. Aufgrund restriktiver Pressegesetze und der fehlenden Dokumentierung von Mordfällen in verschiedenen Regionen sei es schwer, genaue Zahlen zu liefern.
Demokratie durch die Gender-Brille
Frauen fühlen sich politisch weniger gut vertreten, bewerten Gleichstellung skeptischer und fordern häufiger gezielte Maßnahmen, während Männer sich stärker für Politik interessieren und dem politischen System insgesamt mehr Vertrauen entgegenbringen. Das ist eines der zentralen Ergebnisse der Polindex-Studie 2025, in deren Rahmen zwischen Mai...

