Kein Bock mehr auf Hindukusch

von | 08.12.2011

Das Interesse an Afghanistan schwindet – bei der „internationalen Gemeinschaft“ wie bei der europäischen Bevölkerung. Nach zehn Jahren Krieg und über 100.000 Toten ist kein gutes Ende in Sicht, keines der wechselnden Ziele des Militäreinsatzes wird erreicht. Von Demokratie wagt niemand mehr zu sprechen, die Taliban sollen nicht besiegt, sondern an der Macht beteiligt werden – „Stabilität“ ist das Einzige, was noch zählt. Um wenigstens diese annähernd zu erreichen, trafen sich zur Afghanistan-Konferenz in Bonn Vertreter aus rund 85 Staaten einschließlich Politprominenz. Noch einmal konnte sich die ehemalige Hauptstadt der BRD im Glanz vergangener Tage sonnen, ebenso wie die Friedensbewegung, die mit der niederländischen Band „Bots“ zur Antikriegskundgebung den alten Hauptact der 80er-Jahre-Demos reaktivierte. Gering waren die Erwartungen an die Abschlusserklärung, zu euphorisch die Schätzungen der Gegner. Statt der erwarteten 6.000 Teilnehmer kamen maximal 3.000 – ein Potpourri an linken Gruppierungen, kaum jemand aus dem bürgerlichen Milieu. Die Zielmarke des Truppenabzugs bis 2014 wurde aufgegeben. Stattdessen ist von einem langfristigen „Engagement“ in der Region bis 2024 und weiteren Entwicklungshilfegeldern die Rede. Über die Höhe wird im nächsten Jahr auf einem speziellen Wiederaufbaugipfel in Tokio beraten.

Dat kéint Iech och interesséieren

NEWS

Droit du travail dans le monde : de mal en pis

Le droit du travail et les droits syndicaux étaient en recul partout dans le monde en 2025, constate la Confédération syndicale internationale (CSI), dans la treizième édition de son « Indice des droits ». Parmi les indicateurs les plus dégradés, elle pointe une hausse « des violations de la liberté d’expression et de réunion » (dans 50 % des...

NEWS

Lebensmittelpolitik scheitere an politischem Willen

Der 2019 gegründete Verein „Foodsharing“ äußerte diese Woche scharfe Kritik an der Lebensmittelpolitik der Regierung. Konkret ging es um den nationalen Aktionsplan für ein nachhaltiges Ernährungssystem, den das Landwirtschaftsministerium vergangenen April vorgestellt hatte (woxx 1882). Während die Regierung darin den Fokus jedoch auf...

NEWS

Kannerjugendtelefon: „100 Prozent“ menschlich

Angesichts der technologischen und gesellschaftlichen Entwicklung rund um sogenannte künstliche Intelligenz startete das Kanner-Jugendtelefon (KJT) vergangenen Dienstag die Kampagne „100 % menschlich“, um auf den Mehrwert menschlicher Beratung gegenüber KI-gestützten Alternativen aufmerksam zu machen. Urteilfreies Zuhören, menschliche Präsenz...

NEWS

Tripartite : Frieden dégaine le chéquier

La première tripartite de l’ère Frieden s’est ouverte ce mardi 2 juin. Les discussions, apaisées le premier jour, ont pris un tour plus vif dès le lendemain avec l’épineuse question du salaire social minimum, que les syndicats veulent voir davantage revalorisé.