Was diese Woche wichtig wird: Oktoberrevolution, Pressehilfe und Populismus

Am Anfang der Woche wagt die woxx den Ausblick auf die kommenden Tage: Was ist los, was wird wichtig, welchen Themen werden wir uns widmen?

Am Montagabend laden Radio 100,7 und woxx anlässlich des hundertjährigen Jubiläums der Oktoberrevolution zum Rundtischgespräch „Reform oder Revolutioun? D’politesch Parteien haut an d’Ierfschaft vun 1917“. Es diskutieren Robert Garcia (déi Gréng), Alain Herman (KPL), Serge Urbany (déi Lénk), Ginette Jones (LSAP). Die Veranstaltung startet um 19 Uhr im Kasemattentheater in Luxemburg-Bonneweg und wird am 19. November um 19.30 Uhr auf Radio 100,7 ausgestrahlt. Alles, was die woxx in diesem Jahr bereits zur russischen Revolution veröffentlicht hat, gibt’s auf unserem 1917-Blog.

Am Dienstag dann ist Paperjam an der Reihe. Das Wirtschaftsmagazin lädt seinerseits zu einem Rundtischgespräch zu Diversität im luxemburgischen Pressewesen. Die illustre Runde, der unter anderem Xavier Bettel, Christoph Bumb (reporter.lu) oder – wieder einmal – Robert Garcia (diesmal für Radio Ara) angehören, will sich mit Vorschlägen zur Neuverteilung der staatlichen Pressehilfe befassen. Und kommt – anders als es der Titel suggeriert – ganz ohne Frauen aus.

„Fake!“ ist der Titel einer Lesung in drei Sprachen, die am Mittwoch um 20 Uhr im Kasemattentheater steigt. Thema der Lesung, bei der Eugénie Anselin, Claude Frisoni, Colette Kieffer, Marc Limpach und Jules Werner lesen werden: „autoritärer Populismus“. Dabei werden Texte von Shakespeare, Tucholsky und Hannah Arendt, aber auch Zitate von Donald Trump, Marine Le Pen oder Björn Höcke vorgetragen.

Am Donnerstag ist in der Chamber eine Orientierungsdebatte zu Rifkin-Bericht und dritter industrieller Revolution. Die woxx hat die sogenannte „Rifkin-Debatte“ von Anfang an begleitet und bereits so einiges dazu produziert. Auch die Debatte im Parlament werden wir selbstverständlich verfolgen.

Um Identität dreht sich alles am Freitag im „Forum Geesseknäppchen“. „Identitéit: gëschter, haut, …muer?“ sind die „Journées sociales 2017“ – die von Asti, Caritas, Erwuessebildung, Reech eng Hand und … CSJ unterstützt werden – übertitelt. Zwei Konferenzen, eine zu „Identität aus historischer und kulturwissenschaftlicher Sicht“ und eine zu „Identität und Integration von multikulturellen Jugendlichen“ stehen auf dem Programm, ebenso wie eine „Q&A-Runde“. Am Samstag geht’s dann weiter mit fünf Ateliers zu Themen wie Rassismus und Integration.

Auch am Samstag findet im Tramschapp in Luxemburg-Stadt der „alternative Liewensmëttelmaart“ statt. Dabei wird sich alles um eine nachhaltige Ernährung drehen: Nicht nur über 30 Verkaufsstände stehen auf dem Programm des von „SOS Faim“ organisierten Events, sondern auch vier Ateliers und sieben Mini-Konferenzen.

Die „Amis des Brigades internationales“ und das „Centre de documentation des migrations humaines“ laden am Sonntag ab 11 Uhr zur „Journée No Pasarán“ in Erinnerung an die Spanienkämpfer aus Luxemburg, die sich zwischen 1936 und 1939 den republikanischen internationalen Brigaden anschlossen, um in Spanien gegen die franquistischen Truppen zu kämpfen. Auf dem Programm: eine Kranzniederlegung, Redebeiträge, aber auch ein gemeinsames Essen und eine Lesung aus dem Gedichtband von Manuela Parra, Enkelin eines exilierten spanischen Republikaners. Das Ganze natürlich mit musikalischer Begleitung.


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