Letzter Stopp vor Erdoğan

Gut sieht es nicht aus für die türkische Opposition, die Präsident Erdoğan bei den vorgezogenen Neuwahlen sein Amt streitig machen will. Der surft derzeit auf einer nationalistischen Welle.

Unterstützung für Erdoğan und den türkischen Feldzug in Nordsyrien: Nationalistischer Aufmarsch am 25. Februar 2018 in Brüssel. (Foto: woxx)

„Wer den nationalen Zusammenhalt gegen die terroristisch-kurdische Bedrohung beschwört, hat in der Türkei immer noch mit die besten Karten.“ Das meint selbst ein Autor, der auch „nachvollziehbare Gründe“ in der türkischen Militäroffensive um Afrin in Nordsyrien erkennt.

Dieses Machtkalkül war es sicherlich auch, das Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan am vergangenen 18. April gemeinsam mit Devlet Bahçeli, dem Vorsitzenden der nationalistischen MHP, die eigentlich für den 3. mehr lesen / lire plus

Wes Anderson: Isle of Dogs

Vier Englisch sprechende Hunde, ein wagemutiger Junge und ein Diktator reichen Wes Anderson, um die sich immer wiederholende Geschichte von Ausgrenzung und Vertreibung auf die ihm eigene Art zu erzählen. Die herausragende Stop-Motion-Animation und der sich durch den ganzen Film ziehende pointierte Humor machen den Film zu einem wahren Schmankerl – und das nicht nur für hartgesottene Hundefans.

Bewertung der woxx : XXX
Alle Uhrzeiten finden Sie hier.

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Mudam : triés sur le volet

Hier mardi a eu lieu un déjeuner de presse au Musée d’art moderne Grand-Duc Jean, afin de permettre à la nouvelle directrice de faire connaissance avec la presse locale. Le woxx – entre autres – n’était pas invité.

(© Rémi Villaggi)

C’est par des collègues que nous avons appris la nouvelle : Suzanne Cotter, la successeure d’Enrico Lunghi à la tête du Mudam, a invité quelques représentant-e-s de la presse locale pour faire connaissance dans un cadre plus intime. Sauf que cette invitation ne valait pas pour tous les médias. À côté du woxx, le Quotidien et reporter.lu n’ont pas fait partie des « happy few ». mehr lesen / lire plus

Europäischer Energieatlas erschienen

Eine neue Publikation erklärt die Welt der erneuerbaren Energien in Europa mit Karten und Infografiken.

Nach den Atlanten zu Fleisch, Konzernen, dem Meer und dem Boden veröffentlicht die Heinrich-Böll-Stiftung nun ein weiteres Nachschlagewerk in Zusammenarbeit mit „Le Monde Diplomatique“, diesmal zum Thema Energie. Mit vielen Karten, Diagrammen und Grafiken wird der aktuelle Stand und die mögliche Zukunft der Energieversorgung in Europa erklärt.

Kohle, Stahl, Euratom – die europäische Integration hatte auch immer mit der Energieversorgung zu tun, folgerichtig beginnt der Atlas somit mit einem kleinen Geschichtsexkurs. Der lehrt auch: Früher wie heute können jene Länder profitieren, die frühzeitig in neue Energiequellen investieren – sie können ihre Technologie später exportieren. mehr lesen / lire plus

Genitalverstümmelung nein, Penisbeschneidung ja?

Anders als womöglich bald in Island, bleibt die Penisbeschneidung in Luxemburg weiterhin erlaubt. Das geht aus der Antwort von Lydia Mutsch auf eine parlamentarische Anfrage hervor.

© wikimedia commons

Sollte die Penisbeschneidung in Luxemburg verboten werden? Dies wollen die DP-Abgeordneten Gusty Graas und Edy Mertens in einer parlamentarischen Anfrage wissen. Dazu verweisen sie auf einen Gesetzesentwurf, der gegenwärtig in Island diskutiert wird. Darin wird Beschneidung verboten, insofern sie keinem medizinischen Zweck diene. Beschneidung aus kulturellen oder religiösen Gründen, heißt es im Text, stelle nicht nur eine irreversible Körpermodifikation dar, sondern sei zudem mit der internationalen Kinderrechtskonvention unvereinbar. In Anbetracht dieses Gesetzesentwurfs wollen die luxemburgischen Abgeordneten von Gesundheitsministerin Lydia Mutsch wissen, ob sie die darin geäußerten Ansichten teile. mehr lesen / lire plus

Arcelormittal : Dudelange sur la sellette

Le calme de ces dernières années dans le dossier Arcelormittal était tout relatif : la semaine dernière, le géant de l’acier a mis le site de Dudelange sur une liste d’usines dont il veut se séparer pour continuer son expansion.

(©industrie.lu)

Étienne Schneider semble avoir changé d’avis depuis l’interview accordée au woxx en février 2013 (alors qu’il venait fraîchement de prendre la succession de Jeannot Krecké à la tête du ministère de l’Économie) : « Économiquement parlant, tous les actes de Mittal sont compréhensibles », rétorquait-il à la question de savoir pourquoi il refusait de montrer du doigt le magnat Lakshmi Mittal alors que ce dernier s’apprêtait à fermer les sites de Schifflange et de Rodange, cela même après qu’un audit fuité à l’époque les décrivait comme rentables. mehr lesen / lire plus

Bettel in der Chamber: Letzter Lagebericht

Die fünfte Rede zur Lage der Nation von Xavier Bettel könnte auch seine letzte sein. Damit wird am morgigen Dienstag die heiße Phase des Wahlkampfs eingeläutet.

Bettel modern. Kirchberg statt Festung auf der Twitter-Seite des Premiers.

Ist die Chamber „Rifkin-konform“? Oder kommt es dieses Jahr wieder zu einer Mikrofon-Panne während der Rede zur Lage der Nation? 2017 hatte die technische Unzulänglichkeit, aufgrund derer Xavier Bettels Rede um einen Tag verschoben wurde, für witzige und hämische Schlagzeilen gesorgt. Und für ein Politikum: Weil der Text den Abgeordneten schon vorlag, setzten die Grünen über Nacht eine klarere Formulierung im Sinne der Bio-Landwirtschaft durch – was der Presse, die den ursprünglichen Text ja auch vorliegen hatte, nicht verborgen blieb (woxx 1422). mehr lesen / lire plus

Don Winslow : The Force

Auteur de polars à succès depuis 1991, Don Winslow explore dans son dernier livre le monde de la police new-yorkaise et de la corruption – une ambiance entre James Ellroy et la série « The Wire ».

Denny Malone est le roi du nord de Manhattan, son district, en tant que détective du NYPD. Fils de flic et d’origine irlandaise, il fait régner la loi avec l’aide de ses collègues et « frères » Russo et Monty. Le problème est qu’il s’agit plutôt de « sa » loi : dans les rues disputées par la mafia italienne et les nouveaux arrivants d’Amérique centrale et du Sud, détourner le regard au bon moment peut se convertir en enveloppes juteuses pour un policier. mehr lesen / lire plus

Caritas-Sozialalmanach: Verwirrung um das Wir

Um die soziale Kohäsion in Luxemburg geht es im neuen Sozialalmanach. Über Unzulänglich- keiten, fundierte Beiträge und Highlights der Veröffentlichung.

Marie-Josée Jacobs und Robert Urbé bei der Vorstellung des Sozialalmanachs 2018 mit dem Titel „D’sozial Kohesioun um Spill?“. (Foto: woxx)

Dass der Sozialalmanach der Caritas von Politiker*innen und Journalist*innen jedes Jahr mit Spannung erwartet wird, hat zwei Gründe. Zum einen liefert er eine qualifizierte Bestandsaufnahme des vorangegangenen Jahres aus Sicht einer sozialen NGO – und damit Kontext und Ansätze zur Analyse der anstehenden Rede zur Lage der Nation. Zum anderen verspricht er tiefere Einsichten in ein jedes Jahr wechselndes Schwerpunktthema, mit Texten von Expert*innen und Aktivist*innen aus dem In- und Ausland. mehr lesen / lire plus

Institut Confucius : T’as mangé ?


Favoriser l’apprentissage du chinois et l’échange culturel, ce sera le rôle de l’institut Confucius. Faut-il y voir un vecteur du soft power de Pékin ou l’occasion de mieux comprendre 1,3 milliards d’humains ?

Au-delà de la Culture avec un grand C : 
la gastronomie chinoise fait partie intégrante du patrimoine national.
 (Photo : Raymond Klein)

Non, ce n’est pas un institut de philosophie ou un centre de méditation. L’institut Confucius, inauguré ce jeudi sur le campus de Belval, est un centre culturel chinois comme il y en a désormais plusieurs centaines de par le monde. Vecteurs du « soft power » de la République populaire, ces instituts sont le plus souvent établis dans un cadre universitaire. mehr lesen / lire plus

Question sociale
 : Nous sommes tous des projeeeets !

Dans « Le temps des investis : essai sur la nouvelle question sociale », le philosophe et fondateur du collectif « Cette France-là » et de la maison d’édition new-yorkaise Zone Books, Michel Feher, propose de repenser les résistances à l’hégémonie de la finance.

Pour Michel Feher, il est temps de repenser les clivages de notre société pour rendre la résistance plus efficace. (Photo : © etika)

woxx : Dans votre livre, vous tenez à différencier le néolibéralisme comme mode de gouvernement et la financiarisation du capitalisme. Pourquoi ?


Michel Feher : Si on ramène le néolibéralisme à ses origines, il s’agit d’un programme et d’un mode de gouvernement développé à la fin de la Seconde Guerre mondiale, à un moment où les libéraux sont assez inquiets. mehr lesen / lire plus

Deutschland
: An den Rand gedrängt


In Deutschland organisiert sich der Protest gegen steigende Mieten und Verdrängung. 256 Initiativen riefen am vergangenen Wochenende in Berlin zu einer Großdemonstration auf.

Kampf gegen den Verdrängungswettbewerb durch steigende Mietpreise: Demonstration am 14. April in Berlin. (Foto: EPA-EFE/Omer Messinger)

Das Haus, in dem Sandrine Woinzeck wohnt, ist zweifellos sanierungsbedürftig. Trotzdem möchte die 40-jährige Berlinerin ihre Wohnung auf keinen Fall aufgeben. „Wir haben hier lange in einer Oase gelebt – einer Oase mit Kohleöfen und Bleiwasser, aber mit niedrigen Mieten“, sagt sie. Das Haus, ein seit über 20 Jahren nicht mehr renovierter Altbau, liegt im Berliner Stadtteil Wedding. „Wenn wir hier ausziehen müssen“, befürchtet sie, „kommt für meine Familie und mich nur noch eine Wohnung in Brandenburg in Frage.“

Zusammen mit den anderen Bewohnerinnen und Bewohnern des Hauses hat sie deshalb einen Verein gegründet. mehr lesen / lire plus

Tables de conversation : Apprendre le français en parlant

Comment pratiquer ce qu’on a appris en cours de langue ? L’Asti offre des « tables de conversation » pour des apprenant-e-s de français.

De nombreuses personnes suivent des cours de langue française au Luxembourg. Or elles n’ont pas toujours la possibilité de pratiquer le français appris au cours. Pour permettre à ces personnes de pratiquer la langue française, l’Asti asbl propose, dans le cadre de sa convention avec l’Olai, deux tables de conversation françaises. Les participant-e-s ont ainsi la possibilité d’échanger en petits groupes sur différents thèmes liés à la vie quotidienne. L’objectif est d’avancer plus vite dans l’apprentissage des langues et de contrer la crainte de s’exprimer au quotidien en français. mehr lesen / lire plus

Thiange: Atomkraftwerke anzeigen

In einer grenzüberschreitenden Aktion wollen mehrere Anti-Atom-Organisationen Anzeige gegen die Betreiber von belgischen AKW erstatten. Die woxx lässt die Initiative „Stop Tihange“ zu Wort kommen.

(Foto: CC BY-SA Michiel Verbeek)

Erstatten wir Strafanzeige gegen die Betreiber der Atomkraftwerke Tihange und Doel sowie gegen die belgische Regierung. Gemeinsam wollen wir am Samstag, den 21. April 2018 an drei verschiedenen Orten in Belgien Anzeige bei der belgischen Polizei erstatten, weil wir unsere Sicherheit und unser Leben durch die Pannenreaktoren Tihange und Doel bedroht sehen, die Verantwortlichen aber ihrer Pflicht, für unsere Sicherheit zu sorgen, in keiner geeigneten Art und Weise nachkommen.

Bunter Protest gegen „Schrottreaktoren“

Wir – das sind das Anti-Atom-Bündnis Aachen (AAA), Fin du Nucleaire (FDN), Réveil Anti Nucléaire (R.A.N.), Stop-Tihange Deutschland und Stop-Tihange Niederlande – setzen uns mit dieser Aktion für die sofortige Stilllegung der maroden und gefährlichen Bröckelreaktoren ein. mehr lesen / lire plus

Sécurité intérieure : Ensemble pour tous ?

Rarement une semaine aura été aussi sanglante au Luxembourg que la dernière. Deux hommes sont morts et des tas de questions restent ouvertes. Au cœur de la polémique, il importe de ne pas perdre de vue quelques vérités essentielles.

(Photo : police.public.lu)

Cette fois, les agitateurs semi-professionnels de Richtung 22 sont peut-être allés un peu trop vite en besogne. En publiant sur leur page Facebook un article fictif du Code pénal précisant que « Chaque personne qui fuit les forces de l’ordre doit escompter d’être soit abattue, soit arrêtée pour homicide », ils restent certes dans la lignée du mauvais goût et de l’humour noir corrosif qui sont leur image de marque, mais ils laissent de côté toute une série de questions aussi intéressantes à poser. mehr lesen / lire plus