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Sprachendebatte : En français s.v.p.

Die verworrene Sprachensituation in Luxemburg ist eine Debatte wert, doch angesichts der mitschwingenden rassistischen Untertöne vergeht einem ganz die Lust am Diskutieren.

1390telexxedito-jpgDie Welt könnte so einfach sein. Dort die „frankophile“ Elite, realitätsfremd und selbstbezogen, hier das „einfache Volk“, das mit aller Kraft seine Identität und Sprache verteidigt und der sprachlichen Großmacht Frankreich die Stirn bietet. Oder, andersherum, dort der ungebildete und rassistische „Lëtzeboia“, der zwar von anderen verlangt, seine Sprache einwandfrei zu beherrschen, selber aber keine drei Wörter ohne Fehler schreiben kann. Und hier das gebildete, weltoffene und urbane Bildungsbürgertum, das problemlos zwischen drei, vier Sprachen hin und her „switcht“ und für sprachenpolitische Forderungen nur Unverständnis hat. mehr lesen / lire plus

Biolandwirtschaft: Wo Milch und Honig fließen

Mit dem Fall der europäischen Milchquote ist die Luxemburger Milchbauernschaft in Bedrängnis geraten. Die Biobauern-Genossen-
schaft musste ebenfalls nach neuen Wegen für die Überwindung der Krise suchen. Doch mit der Schaffung der betriebseigenen Molkerei in Bascharage sind die grundsätzlichen Probleme der Milchproduktion nicht behoben.

Auch in der Biomilchverarbeitung 
ist Technik angesagt. Hier der Pasteurisator der Biog-Molkerei 
in Bascharage. (Foto: Renée Wagener)

Auch in der Biomilchverarbeitung 
ist Technik angesagt. Hier der Pasteurisator der Biog-Molkerei 
in Bascharage. (Foto: RW)

Die Kleinen hatten gewarnt. Als vor über einem Jahr der Plan konkret wurde, die EU-Milchquotenverordnung abzuschaffen, geschah dies vor allem auf Druck jener Großbetriebe, die bereits den Weg einer stark industrialisierten Milchproduktion eingeschlagen hatten. Sorgen um die Zukunft mussten sich die kleineren Betriebe machen. mehr lesen / lire plus

Accueil des réfugiés : Foutues
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L’élan de solidarité avec les réfugiés fait face à la désillusion – et aux élections communales qui auront lieu l’année prochaine. Dans certaines communes, l’opposition aux structures d’accueil est vive.

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De jolis villages de conteneurs pour environ 300 réfugiés, construits en moins de six mois – c’était le plan. La réalité est tout autre. (Photo : Wikimedia)

C’est un François Bausch visiblement agacé qui a pris position devant la presse, jeudi dernier. Épaulé par le secrétaire d’État à l’Environnement, il a détaillé la position du gouvernement quant à un jugement du Tribunal administratif du 7 septembre. « Ce jugement nous met dans une situation très complexe, dont les répercussions vont bien au-delà du volet concernant Steinfort », a-t-il expliqué en guise d’introduction. mehr lesen / lire plus

Alternatives Magazin ö
: Wir sind Transition!

Neugierig macht die ö schon, denn sie ist mehr als nur ein Newsletter. Blick hinter die Kulissen eines alternativen Mediums, das in der Zivilgesellschaft der 2010er Jahre wurzelt.

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(Coverfoto: Joanne Theisen)

Ist „ö“, das „Transition Luxembourg Magazine“, wirklich eine Zeitung? Sie erscheint nicht in gedruckter Form, wird nicht von professionellen JournalistInnen gemacht, und dann der Name – viel zu kurz! Außerdem besteht der Inhalt größtenteils aus einer Übersicht über Transition-Termine, abgedruckten Flyern sowie Kochrezepten.

Aber: ö erscheint regelmäßig, und die Termine und Einladungen sind für die AdressatInnen durchaus relevant. Und: Der restliche Inhalt könnte auch in einer „normalen“ Zeitung erscheinen, oder zumindest in einer „alternativen“, wie der woxx. mehr lesen / lire plus

Politique culturelle (1/3) : Céder l’accès

C’est une des questions cruciales de l’organisation de la vie culturelle qui trop souvent est passée sous silence, parce qu’elle paraît tellement évidente : l’accès à la culture. Or, dans une société sous tension entre le vœu de plus d’inclusion et des symptômes de dislocation, l’accès devient un enjeu primordial.

Il se passera encore un certain temps avant que les barrières ne tombent. 


Il se passera encore un certain temps avant que les barrières ne tombent.

Mais avant de parler de l’accès en tant que tel, il faut évoquer la question suivante : à quelle culture les gens veulent-ils accéder et par quels moyens ? Le sondage présenté par le ministère de la Culture fin juin dernier apporte quelques éléments de réponse. mehr lesen / lire plus

EU Ohne Visionen: Flexible Solidarität statt Quoten

Danièle Weber und Thorsten Fuchshuber

Vor allem Einigkeit wollte die EU in Bratislava demonstrieren – und die scheint nur auf dem Rücken der Flüchtlinge möglich. Ob der Pragmatismus des kleinsten gemeinsamen Nenners das Projekt Europa retten kann, ist indes fraglich.

„Solidarität muss von Herzen kommen“: Jean-Claude Juncker mit dem dänischen Premierminister Rasmussen (links neben Juncker) und dessen kroatischen Amtskollegen Oreskovic (rechts) nach einer Flussfahrt auf der 
Donau in Bratislava. (Foto: European Union)

„Solidarität muss von Herzen kommen“: Jean-Claude Juncker mit dem dänischen Premierminister Rasmussen (links neben Juncker) und dessen kroatischen Amtskollegen Oreskovic (rechts) nach einer Flussfahrt auf der 
Donau in Bratislava. (Foto: European Union)

Die Zeit der pathetischen Erklärungen in der EU-Politik scheint vorerst vorbei. Noch vor zwei, drei Jahren ging kaum ein Großereignis der Europäischen Union über die Bühne, ohne dass an Deklarationen wie jene aus dem Jahr 1983 erinnert wurde, als die in Stuttgart versammelten Staats- und Regierungschefs sich zu einer „ever closer union“, zu einem stetigen Zusammenwachsen der europäischen Gemeinschaft bekannten. mehr lesen / lire plus

Italien
: Kassenschlager Frauenmord

Die Kooperation „BeFree“ begleitet Frauen, die Gewalt und Diskriminierung erfahren haben oder Opfer von Menschenhandel geworden sind. In Rom hat die woxx die Anti-Gewalt-Einrichtung „Donatella Colasanti und Rosaria Lopez“ besucht und mit „BeFree“-Mitarbeiterin Francesca De Masi über ihre Arbeit gesprochen.

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„Keine Zeit mehr, um zuzuschauen und still zu bleiben“: Seit Jahren machen AktivistInnen auf die Gewalt gegen Frauen aufmerksam, doch das Problem ist kulturell tief verwurzelt, sagt Francesca De Masi von „BeFree“. (Foto: Internet)

woxx: Die Anti-Gewalt-Einrichtung „Donatella Colasanti und Rosaria Lopez“, in der wir sind, befindet sich auf einem frei zugänglichen Gelände. Ist es nicht gefährlich, dass Gäste unkontrolliert in das Gebäude gelangen können?
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Autobiographischer Roman
: Parlando des Widerstands


Das Buch „Mein deutscher Bruder“ von Chico Buarque handelt von der brasilianischen Militärdiktatur und von der Suche nach seinem Halbbruder in der DDR. Dem Ernst des Themas trotzend, ist es voll munterer Ironie.

Chico Buarques „deutscher Bruder“: Sergio Günther erlangte in der DDR eine gewisse Prominenz als Schlagersänger, Moderator sowie Radio- und Fernsehentertainer. (Foto: Internet)

Chico Buarques „deutscher Bruder“: Sergio Günther erlangte in der DDR eine gewisse Prominenz als Schlagersänger, Moderator sowie Radio- und Fernsehentertainer. (Foto: Internet)

Chico Buarque ist einer der berühmtesten Liedermacher Brasiliens unter den Musikern der „música popular“. Seine Verse sind große Dichtkunst. „Vater, nimm diesen Kelch von mir weg mit dem Rotwein aus Blut“ – die Zeilen aus dem Lied „Cálice“ hat Buarque weniger an den eigenen Vater gerichtet als an die gesamte Vätergeneration. mehr lesen / lire plus

CETA et TTIP : Encore un petit effort !

Les élites européennes essaient de faire passer le CETA au sprint. Les ONG sont décidées à se mettre au milieu de leur chemin.

(Photo : Wikimedia M0tty CC BY-SA 4.0)

(Photo : Wikimedia M0tty CC BY-SA 4.0)

« Le consensus autour du TTIP semble être ébranlé, et nous nous en félicitons. » Lors de la récente conférence de presse de la plateforme d’ONG « Stop TTIP », Blanche Weber s’est montrée contente. Et combative : « Mais nous n’avons aucune indication sur un abandon définitif du projet, et le gouvernement luxembourgeois se tait. » De toute façon, la priorité, aux yeux de la présidente du Mouvement écologique, est ailleurs : « Le débat autour du CETA est plus pressant, car une première décision va être bientôt prise.  mehr lesen / lire plus

Pflegeversicherung: Reformgerangel

Weiter Kritik um die geplante Runderneuerung der Assurance dependance: Der Patientevertriedung konnte Minister Schneider bislang nicht erklären, weshalb sein Plan ein guter sei.

1390newsdepTransparenz ist der zentrale Begriff der Regierung zur Reform der Pflegeversicherung. Kritiker monieren wiederum gerade den Mangel an Durchsichtigkeit. Daran scheint sich auch nach einer Pressekonferenz der Patientevertriedung nichts zu ändern.

Am Dienstag hatte die Interessenvereinigung geladen, um noch einmal zentrale Kritikpunkte an der Reform vorzutragen. Vor allem befürchtet man, dass der Wechsel zu einem System definierter Pflegestufen eine effektive Kontrolle tatsächlich erbrachter Leistungen unmöglich machen wird. Die Dienstleister könnten sich bei Stichproben beispielsweise damit herausreden, eine gemäß der Pflegestufe zu erbringende Leistung werde eben erst anderntags erbracht. mehr lesen / lire plus

Virginie Despentes : Vernon Subutex (tomes 1 et 2)

1390kulturkurzdespentes21390kulturkurzdespentes1Vernon Subutex est un pseudonyme datant d’une époque révolue. Il fait référence au nom de plume « Vernon Sullivan », que prit naguère Boris Vian pour écrire ses premiers romans noirs, et au Subutex, le nom d’une substance utilisé dans le traitement substitutif de la dépendance aux opiacés – et avant tout à l’héroïne. Pour le protagoniste, le nom renvoie aux années 1980 et 1990, quand il tenait encore une boutique de disque huppée à Paris. Ayant raté le tournant du numérique, Subutex a dû mettre la clé sous le paillasson à la fin des années 2000. Commence alors sa descente aux enfers. mehr lesen / lire plus

Francis Kirps: Die Klasse von 77

1390kus_kultur_kirpsWenn Poetry-Slammer sich an ihren ersten Roman wagen, sind die Erwartungen naturgemäß groß. Bei „Die Klasse von 77“ des luxemburgischen Slammers, Lesebühnen-Organisators und Phlegmatikers im Weinberg des Herrn, Francis Kirps, war das nicht anders. Ein „Coming-of-Age“-Roman, in dem 9-Jährige nach dem Zusammenstoß mit einer Ramones-Kassette in ihrem Heimatdorf die Punkrevolution ausrufen, entspricht sicherlich auch den Erwartungen. Es sind zumal die Verstrickungen, in die der Ich-Erzähler und seine Mitstreiter geraten, die das Lesen zum purem Vergnügen machen. Gespickt mit vielen Pop-Referenzen, die sich nicht nur absoluten Kennern der Punkgeschichte erschließen, und allerlei menschlich-allzumenschlichen Allüren, die der Autor geschickt aufs Korn nimmt, ist „Die Klasse von 77“ mehr als nur eine Sammlung aneinandergereihter Slam-Texte. mehr lesen / lire plus

Conférence lunch : « Vive la dette publique ! »

Bruno Tinel, maître de conférences à l’université Panthéon-Sorbonne, sera l’invité d’Etika le vendredi 30 septembre.

Bruno Tinel.

Bruno Tinel.

La dette publique a rarement bonne presse : au mieux trop importante, au pire en mesure d’anéantir les espoirs et les vies des générations futures qui devront la payer, elle est la source de nombreux fantasmes.

Lors d’une conférence-débat organisée par etika asbl, Bruno Tinel expliquera pourquoi la dette publique et celle d’un ménage n’ont pas grand-chose à voir, et l’utilité de cette- dernière pour servir l’intérêt général : elle sert à financer l’investissement public, à développer des systèmes d’éducation et de santé, etc. mehr lesen / lire plus

Fresh Bananas from Bahamas

Oups ! Ils ont récidivé. Mercredi soir, l’ICIJ (International Consortium of Investigative Journalists) a publié un nouveau « leak ». Cette fois, c’est le registre des entreprises sises aux Bahamas qui a été la victime d’une indiscrétion ciblée. Pas moins de 175.000 entreprises ouvertes sur cet archipel paradisiaque au large de Cuba entre 1990 et 2016 ont été révélées. Le registre très incomplet, qu’on peut consulter électroniquement en payant ou consulter sur place dans la capitale bahamienne Nassau est désormais entièrement public. Et a fait déjà une première victime de taille : l’ancienne commissaire à la concurrence Neelie Kroes. Celle qui aimait se voir en défenseure des « petites gens » est listée comme directrice d’une entreprise aux Bahamas entre 2000 et 2009. mehr lesen / lire plus

Justice fiscale : Engie donne envie

Et c’est reparti ! Après Fiat et en attendant les résultats des enquêtes sur Amazon et McDonald’s, le Luxembourg est de nouveau au top des pays visés pour aides d’État illégales par les fiscalistes bruxellois. Petit détail croustillant : Engie, qui se trouve actuellement dans le viseur, s’appelait autrefois GDF-Suez et appartient toujours pour un tiers à l’État français. De plus, la décision de faire taxer cette entreprise étatique à l’étranger pour qu’elle échappe à l’impôt est intervenue sous la présidence Sarkozy – qui se targuait de vouloir éradiquer l’évasion fiscale. Tandis que les autorités luxembourgeoises prétendent toujours n’y voir aucun lien avec les autres enquêtes en cours et ne croient pas à un avantage illégal – quel franc-parler ! mehr lesen / lire plus