Wohnungsnotstand: bald Vergangenheit?

An diesem Dienstag startete déi Lénk eine Kampagne, mit der die Bevölkerung für die aktuelle Wohnungssituation in Luxemburg sensibilisiert werden soll. Die Wohnungspolitik, die seit Jahren betrieben wird, ist der Linkspartei ein Dorn im Auge. Für Gary Diederich, Gemeinderat in Differdingen, ist das Ziel der Kampagne, eine Wohnungspolitik zu propagieren, „die es jedem ermöglichen würde, dezent zu wohnen, ohne dafür mehr als ein Drittel seines Einkommens auszugeben“. Was die genaue Zahl der Leerstände betrifft, so gebe es bislang nur Schätzungen, déi Lénk vermutet sie irgendwo zwischen 10.000 und 20.000. Um eine effizientere Nutzung der Wohnmöglichkeiten zu erreichen, sei jedoch eine genaue Erhebung der Leerstände erforderlich. Des Weiteren schlagen déi Lénk vor, Wohnungen, die über die Dauer von einem Jahr hinaus leer stehen, mit einer Steuer zu belegen. Blieben die Wohnungen danach weiterhin ungenutzt, sollte sich die Steuer mit jedem Jahr verdoppeln. Nach der dritten Verdopplung müsse eine temporäre Enteignung durch die Gemeinde erfolgen. Diese sei dann in der Pflicht, einen Nutzer für die Wohnung zu finden. Ende die Suche erfolgreich, kehre die Wohnung, mitsamt den erzielten Mieteinnahmen, wieder in den Besitz des Eigentümers zurück. Weitere Informationen sind auf einer speziell für die Kampagne geschaffenen Homepage einzusehen.

Mehr dazu: wunnen.dei-lenk.lu

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